Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1276098
Tizian. 
Frühe Madonnenbilder. 
521 
Giorgione erkennen lässt. In weiterem Fortschreiten streift der Meister 
dies naturalistisah-individuelle Element immer mehr ab und gelangt zu 
einem "vornehmeren Typus der Madonna, der zuerst in der Ueppigkeit 
der Formen an Palma erinnert, jedoch ohne dessen Weichlichkeit. Eins 
der schönsten Bilder dieser Art findet sich ebenfalls im Belvedere 
(I. Stock, II. G4). Auch hier sieht man die Halbügur der Madonna 
vor einer Brüstung, auf Welcher das Christkind mit raschem Schritt 
Madonna von Tizian. 
Ufüzien. 
zur Mutter heraneilt, um ihr eine Handvoll Kirschen zu bringen. Der 
kleine Johannes steht in kindlichem Wetteifer zur Seite, und die Hei- 
ligen Joseph und Zacharias mit ihren charaktervollen Prachtköpfen 
schliessen die Gruppe ab. Es ist Wieder eine Composition, die in ihrer 
Einfachheit auf Bilder Bellini's zurückweist; aber zu welcher Freiheit 
in den Bewegungen, dem Ausdruck, den Charakteren hat Tizian dies 
einfache Motiv erhöht, und welche Herrlichkeit mildleuchtender gold- 
töniger Farben hat er darüber ausgegossen! Vornehm huldvoll ist der 
Kopf der liladonna, die mit mildem Ernst auf den herzigen Kleinen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.