Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1275922
504 
Buch. 
Kapitel. 
XII. 
Venezianer. 
Gewalt von der Hauptßgur weit überragt werden. Sebastian ist eine 
fein durchgebildete Jünglingsgestalt von zarter Enipündung und edler 
Bewegung, der h. Antonius von bedeutender Kraft der Farbe und der 
 Charakteristik, auch die beiden Halb- 
,  flguren Johannes des Täufers und des 
  h. Dominikus sind trefflich aufgefasst, 
 Mali  und endlich zeugt die Pietät, welche 
M Cilll    den oberen Abschluss bildet, von 
1433i!    energischer Tiefe der Empfindung. 
 v,     Das Ganze ein Meisterwerk höchster 
  Kunsg, hvoll Kräft der Beäiandlung, 
  , {xiiy  voll c melz 0 ne eine pur von 
   YVeichlichkeit: Ein anderes treff. 
    "i, liches Werk ist die thronende Ma- 
  AW w, Xi donna in S. Stefano zu Vicenza, 
      mit St. Georg und der h. Lucia, an 
  im il     
  St,  K,  der Stuf]; dels llhäones (in tltllllllsl- 
r v, i, i;  wir,  g t i,  Q  ciren er nge , wie er von os 1c er 
     Schönheit des Zusammenklangs in 
    g l X  imjl Charakteren und Farbengebung. Et- 
H       QM, tx  was flüchtiger ist das Altarbild in 
"V1,   d;  ßli  der Brera Nr. 79 welches dieheil. 
 lxiili   llul Viiilxk  Helena und Constantin mit dem 
   i-iil        Kreuz, dabei die Heiligen Rochus 
 i,  l  l" l!  und Sebastian darstellt, und welches 
   Q   man eher für einen Romanino halten 
 all. I" fiiwi  könnte. Die Anbetung der Könige 
 _i_    in derselben Sammlung Nr. 134 ist 
    ein spätes geringeres Bild, welches 
 11 man ebenfalls kaum dem Meister 
  zutrauen mag. Vortrefflich dagegen 
Fig. 118. H. Barbara, von P. Vecchio. Venedig. ist  Heimsuchung  Belvedere 
 zu Wien, edle freibewegte Gestalten 
in köstlicher Landschaft, die allein. schon die volle Kraft des Künstlers 
verräth. 
Nicht minder bedeutend ist Palme in den hochgepriesenen Einzel- 
gestalten, seien sie der Mythologie oder der Sage entlehnt, oder einfach 
der Wirklichkeit entnommen. Auch in solchen Werken geht er von 
Giorgione aus, und wenn er nicht die seelenvolle Tiefe und das ge-
        

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