Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1275857
Giorgione. 
Idyllen. 
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mit der Rahel schildert; es steht zwar wohl in der Auffassung, Weniger 
jedoch in dem etwas stumpfen Kolorit auf der Höhe Giorgionds und 
wird daher wohl mit Recht neuerdings diesem abgesprochen. Auch das 
sogenannte Horoskop in derselben Sammlung, früher in der Galerie 
Manfrin, ist zwar von grösserem Glanz der Farbenwirkung, lasst aber 
an Feinheit der Zeichnung und Charakteristik, sowie in Durchsichtig- 
keit der Carnation manches zu wünschen. 
Ist Giorgione recht eigentlich der Begründer dieses durchaus 
modernen, nur aus subjectiver Empfindung und eigenster Lebenserfah- 
rung hervorgewachsenen Stoiifgebietes, so gilt dies nicht minder von 
jenen Halbßgurenbildern, in welchen er auf die Mitwirkung der Land- 
schaft verzichtet und, vom einfachen Bildniss ausgehend, durch vertiefte 
Seelensprache und anziehende Situationen zu fesseln, ja zu ergreifen 
weiss. Das höchste Meisterwerk dieser Gattung ist das berühmte 
Lübke, Italien. lvIalei-el. II. 32
        

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