Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1275591
Gaudenzio Ferrari. 
Fresken in Varallo. 
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Kreuzigung leidet die Anordnung wohl an Üeberfüllung, weil man auf 
den Reichthum der Volksscenen, der Kriegsknechte, Hauptleute u. dgl. 
nicht verzichten mochte. Aber der Künstler hat geschickt zu gruppiren 
und die Hauptmomente ergreifend herauszuheben verstanden. Am oberen 
Giebelfelde brachte er schliesslich, von zwei Engelknaben begleitet, in 
einem Medaillen das kolossale Brustbild des Jesaias an, eine mächtige 
Beschneidung, 
von G. 
Ferrari. 
delle Grazie. 
Prophetengestalt voll Ausdruck, und hier liest man auch die Inschrift: 
"1513. Gaudentius Ferrarius vallis siccidae pinxit". 
Weiter bietet der Sagro Monte, der steil über dem Ort aufragt, 
in seinen 46 Kapellen eins der umfangreichsten Beispiele jener beson- 
ders in Oberitalien beliebten Calvarienberge, welche in lebensgrossen 
Gruppen bemalter Figuren aus gebranntem Thon und ausgedehnten 
Fresken die Passionsgesehichte eindringlich schildern. Die plastischen 
Gruppen, die man ebenfalls dem Gaudenzio zuschreiben möchte, haben
        

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