Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1275455
Luini. 
Bernardino 
Fresken 
Saronno. 
457 
(Fig. 107.) In der Anbetung der Könige hat er nach Art der Floren- 
tiner die Seene in freier Landschaft entwickelt, wo man den phan- 
tastischen Zug vom Gebirge herabkommen sieht. Die Madonna mit 
dem Kinde, die drei Könige und der jugendliche Page sind von edelster 
Schönheit, endlich das bezaubernde Engelconcert in der Höhe verleiht 
diesem Bilde unerschöpflichen Reiz. Dazu kommen noch unter der 
Kuppel die h. Roehus und Sebastian und im Chor an den oberen Theilen 
Evangelisten, Kirchenvater und Sibyllen. Endlich die beiden Einzel- 
{iguren der Apollonia und Katharina, die an zauberhafter Schönheit und 
Schmelz der Behandlung zu seinen vollendetsten Schöpfungen zählen. 
Auf der Darstellung im Tempel liest man den Namen des Künstlers 
und die Jahrzahl 1525; doch sind ohne Frage die einzelnen Theile 
dieses Cyolus zu verschiedenen Zeiten ausgeführt worden, wie man an 
der verschiedenen Auffassung und Behandlung erkennt. 
Andere bedeutende Werke Luini's findet man in Lugano, wo 
er in der Franziskanerkirche an der grossen Querwand, Welche den 
Chor gegen das Schiff abschliesst, ein sehr ausgedehntes Fresko mit 
Darstellungen der Passion, bezeichnet 1529, ausführte. Da die ein-
        

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