Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1275011
Peruzzi. 
Darstellung 
Mariä. 
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In derselben Kirche sieht man sodann an der mittlerenKapelle 
rechts im Kuppelraum ein nicht minder bedeutendes Fresko der Dar- 
stellung Maria im Tempel. Das Bild, welches durch Uebermalung 
stark gelitten hat, ist überaus bezeichnend für die damalige Entwick- 
lung der Renaissance. (Fig. 98.) Denn der Vorgang selbst ist zur 
Nebensache gemacht und ganz in den Hintergrund verlegt, Wo man 
die kleine Maria die steilen Tempelstufen mit dem Ausdruck kindlicher 
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Darstellung Mariä. im Tempel, von Peruzzi. 
Maria della. Pace. 
Frömmigkeit hinaneilen sieht, dem Hohenpriester entgegen, welcher 
mit einer Scha-ar von Zuschauern in der Säulenhalle erscheint. Dagegen 
füllt den Vordergrund ein reiches Gewühl müssiger Nebenijiguren, die 
freilich jede für sich und in der Gruppenbildung voll Leben und Schön- 
heit sind. Es fehlt sogar nicht an einem jungen Reiter, der vom 
Pferde gestiegen ist, sich und sein Thier in treiflicher Verkürzung 
von der Rückseite zeigend: eine Figur, die an die Landskneehte Signo- 
relli's und Sodomafs erinnert. Daneben kauert ein bärtiger Alter ganz
        

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