Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1274265
342 
Buch. 
Kapitel. 
VII. 
Rafael 
unter Leo 
mit dem blonden Haar, von einem schwarzen Barett bedeckt, duftig 
weich in goldigem Ton gemalt, mit einem feinen Grau in den Schatten, 
der schwarzgrüne Mantel, das hellere Grün des Hintergrundes und die 
braune Steinfarbe der Balustrade, auf welche er sich stützt, das Alles 
ist von köstlicher koloristischer Harmonie. Von ganz ähnlicher Behand- 
lung endlich ist der berühmte Violinspieler der Galerie Sciarra in 
Rom, der die Jahrzahl1518 trägt. Auch hier finden wir den grünen 
Mantel mit prächtigem Pelzbesatz, der meisterlich leicht und frei be- 
handelt ist, und den graugrünen Hintergrund. Der Kopf mit den dunklen 
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inglingsporträt von Rafael. 
Louvre 
poetischen Augen ist überaus fein und doch kräftig in warmem Ton ge- 
malt. Der Lorbeerzweig, welchen die Hand zugleich mit dem Violinbogen 
hält, deutet auf einen ruhmgekrönten Virtuosen; die gesammte kolori- 
stisehe Stimmung erinnert auffallend an Bilder des Sebastian del Piombo. 
Neben allen diesen Werken ist nun noch eine Reihe grosser 
Altartafeln zu nennen, die ebenfalls den letzten Jahren RafaePs an- 
gehören. An die Spitze stellen wir die sixtinisehe Madonna, das kost- 
barste Juwel der Galerie zu Dresden. Ursprünglich für die Kirche 
S. Sisto zu Piacenza gemalt, kam das Bild 1753 um die Summe von 
20,090 Dukaten in den Besitz König August III, während an seine
        

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