Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1273138
"belle jardiniäre". 
Die 
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Die dritte und höchste Stufe in der Behandlung dieses Themas 
erreichte Rafael in der mit der Jahrzahl 1507 (oder 1508  bezeich- 
neten vbelle jardiniere" des Louvre. (Fig. 53.) Auch hier ist Wieder 
der kleine Johannes mit dem Kreuz in der Hand vor dem Christus- 
kinde knieend dargestellt. Der Künstler greift also auf das Motiv des 
Wiener Bildes zurück, hebt dasselbe aber auf eine höhere Stufe, in- 
dem er den pyramidalen Aufbau der Gruppe zur höchsten Vollendung 
bringt, aber jede Befangenheit und Mühe abstreift_und das edelste 
Studie zur belle 
jardiuiäre, 
von Rafael, 
beim Herzog v. 
Alunale. 
Leben sieh- frei entfalten lässt. Auch zu dieser Composition können 
wir mehrere Studienblätter nachweisen. S0 sieht man auf einer Zeich- 
nung zu Oxford (Br. 44) die ganze Figur und den linken Fuss des 
Christkindes, letzteren in vier Wiederholungen, die ganze Composition 
sodann auf einem schönen Blatt beim Herzog von Aumale. (Fig. 54.) 
Hier erscheint die Composition in ihren wesentlichen Zügen festgestellt, 
nur hält der knieende Johannes ein zu .ihm aufspringendes Hündchen, 
und das Christuskind wendet sich mit dem Köpfchen zu ihm, während 
es auf dem Gemälde sich höher aufrichtet und den Blick zur Mutter
        

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