Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1273057
Entwürfe 
Madonnenbildern. 
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hat in diesen Werken nicht ganz mehr das Knospenhafte der früheren 
Zeit; das liebliche Oval, das am meisten an Fra Bartolommeds Ma- 
donnen erinnert, zeigt die eben aufblühende jungfräuliche Anmuth, von 
zarter Schüchternheit leise verschleiert. Das Kind ist frei von der 
zu grossen Derbheit, welche bei manchen Florentinern, namentlich bei 
Madonna, 
Entwurf zu einer 
von Rafael. 
Oxford. 
Lorenzo di Credi auffällt, und stellt sich als ein gesundes, heiteres 
und lebensvolles Gebilde dar. Der Wohllaut der Linien, der 110156 
Einklang der Gestalten, der feine Fluss der Gewandung, bei welcher 
im Wetteifer mit Fra Bartolommeo alles Kleinliche und Enge der 
früheren Zeit abgestreift wird, vor Allem aber die Lauterkeit der 
Empfindung schweben über diesen Schöpfungen der goldnen Jugend- 
zeit RafaePs mit dem Hauch unsterblicher Schönheit. Hier zuerst
        

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