Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1273000
230 
Buch. 
Kapitel. 
RafaePs 
Jugend. 
eine schwächere Arbeit erscheinen, die, wenn wirklich von Rafael, 
eher seiner früheren Zeit entsprechen würde. 
Um diese Zeit (1505) erhielt Rafael den Auftrag zu einem be- 
deutenden Werk monumentaler Malerei, indem er in S. Severo zu 
Perugia ein Fresko der von verschiedenen Heiligen des Camaldulenser- 
ordens verehrten Dreifaltigkeit auszuführen hatte. In der Mitte des 
im Spitzbogen abgeschlossenen Bildes thront Christus auf "Wolken in 
der Haltung des Weltrichters, die Wundmale in beiden Händen zeigend, 
Fresko RafaeFs in S. 
Severo. 
Perugia. 
indem er die Rechte emporhält und die Linke senkt. (Fig. 47.) Der 
Oberkörper ist nackt, während den Schooss ein in herrlichen Falten 
niederiliessender Mantel verhüllt. (Die prachtvolle, mit dem Pinsel 
ausgeführte Gewandstudie im Museum zu Lille, Br. 94.) Ihm zu 
Häupten schwebt die Taube des h. Geistes, und zwei jugendliche, noch 
ganz perugineske Engel in langen, Hatternden Gewändern stehen an- 
betend auf Wolken neben dem Erlöser. Oben erscheint, von Strahlen 
umflossen und aus Wolken hervortauchend, in feierlicher Majestät, mit 
lang herabwallendem Barte die Halbügur Gottvaters, die Rechte 
erhoben, in der Linken das geöffnete Buch des Lebens. Zwei zierliche
        

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