Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1272848
216 
Buch  
Kapitel. 
Jugend. 
RafaePs 
übrigen Mitschüler nahe genug berührte. Seine künstlerische Eigen- 
thümlichkeit sollte sich erst allmählich aus den Fesseln der Schule zur 
Freiheit losringen. 
Werthvoller ist es ohne Zweifel, in den Jugendzeichnungen RafaeYs 
die Art zu verfolgen, wie er selbständig entwarf und componirte. 
Oft findet man denselben Gegenstand, namentlich die Madonna mit 
dem Kinde, mehrmals auf demselben Blatte in stets neuer Wendung 
mit der Feder hingeworfen. Ging er- dann an die Ausführung, so 
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Studie Rafnefs zur Krönung der Madonna. 
zeichnete er für jede Gestalt eine Studie nach dem nackten Modell, 
dazu oft besondere Studien für einzelne Theile. Hatte er sich den 
Organismus und die Bewegung der Figuren klar gemacht, so zeichnete 
er niit derselben Gewissenhaftigkeit die einzelnen Gestalten nach dem 
bekleideten Modell, und auch dabei noch besondere Wiederholungen 
für einzelne Partieen. Bisweilen mochten ein paar Mitschüler sich 
ihm für eine rasch zu entwerfende Composition als Modelle bieten; 
so sieht man in einer Federskizze zur Krönung der Madonna. im 
Museum zu Lille (Br. 67) zwei Jünglinge in der knappen 'l'racht der 
damaligen Zeit die Hauptfiguren darstellen. (Fig. 44.)
        

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