Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1272780
210 
Buch. 
Kapitel. 
übrigen Florentiner. 
Die 
liohes Brustbild, in den Uffzien die Porträts des alten Oosmo und des 
Grossherzogs Cosimo 1., sowie ein anderes Mannerportrat. Vortrefflich 
ist in der Nationalgalerie zu London ein lebensgrosses, in ganzer Fi- 
gur ausgeführtes Bildniss eines Maltheserritters, durch einen prächtigen 
Liehteifekt von schlagender Wirkung; ebendort das lebensgrosse Bild 
eines Knaben, liebenswürdig aufgefasst und in lebhafter Färbung fein 
durchgeführt. Auch das Louvre besitzt das meisterliche Porträt eines 
Gemmenschneidersvon sprechendem Ausdruck und tiefglühender Kar- 
nation; dagegen fallt ein Jünglingsporträt im Belvedere zu Wien, das 
durch Uebermahlng gelitten hat, durch den kühl röthlichen Farben- 
ton auf.  
Pontormo, der sich gern der Einsamkeit hingab und deshalb 
wiederholt längere Zeit bei den Karthäusern sich aufhielt, verfiel in 
seiner späteren Zeit durch zunehmende Nachahmung Michelangelds, 
wie selbst Vasari zugiebt, in Manierismus. Er starb 1556 und wurde 
im ersten Kreuzgang der Annunziata unter dem von ihm ausgeführten 
Bilde der Heimsuchung, dem Meisterwerk seines Lebens, ehrenvoll be- 
stattet.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.