Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1271737
Decke 
der Sixtina. 
und 
Propheten 
Sibyllen. 
111 
Nun folgt an der Schmalseite des Einganges der Prophet Zacha- 
rias, eine ehrwürdige Gestalt mit kahler Stirn und langem Barte, mit 
stiller Aufmerksamkeit in dem Buche lesend, das er in beiden Händen 
emporhält. Es ist eine der rtihigsten dieser Gestalten, in dem gross- 
artigen Faltenwurf des Mantels von äeht plastischer Wucht. Wie 
überall Michelangelo den Kontrast als wirksames Kunstmittel verwendet, 
so hat er dies Gesetz sogar in Zacharias und dem an der andern 
)phet DanieI 
von Michelangelo. 
Sixti n 
Schmalseite ihm gegenüber gestelltenJonas lebendig durchgeführt, der 
als jugendliche, fast unbekleidete, äusserst bewegte Figur den Stärksten 
Gegensatz zu dem würdevollen Zacharias bildet. Die beiden beige- 
gebenen Knaben in liebevoller Ümarmungverhalten sich aufmerksam 
gespannt. Nun folgt als die erste Figur der linken Langseite die 
delphische Sibylle, an Schönheit mit der erythräischen wetteifernd, was 
Kopfbildung, Gewandung und Bewegung betrifft, nur noch etwas an- 
muthiger und weniger ernst als jene. In der nach rechts hingreifenden 
Linken hält sie ein Schriftband, das sie eben entrollt, während die
        

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