Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1271726
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Buch. 
Kapitel. 
Michelan gelo 
Buonarroti. 
licher Schönheit, die anmuthvollste in der ganzen Reihenfolge. Mit 
übereinander geschlagenen Knieen bequem und doch vornehm dasitzend, 
wendet sie mit der Linken die Blätter eines Buches, in welchem sie 
mit dem Ausdruck stiller Sammlung liest, Während die rechte Hand 
lässig herabhangend sich halb in die Falten des herabgeglittenen 
Mantels birgt: Ausdruck, Bewegung und Gewandung von harmonischem 
Zusammenklang. Von den beigegebenen Knaben ist der eine be- 
schäftigt mit einer Fackel eine herabhangende Ampel anzuzünden. 
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Sibylle 
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Ganz anders stellt sich das Motiv des Lesens in dem folgenden Pro- 
pheten Joel dar. War bei der Sibylle der edle Kopf von einem weihe- 
vollen Ausdruck stiller Sammlung überhaucht, so zeigt der porträtmässig 
individuelle Kopf Joölls mit der hohen, von Locken eingerahmten Stirn 
und dem intelligenten Gepräge der durchgearbeiteten Züge den Aus- 
druck angespannten Forschens, mit welchem er die Schriftzüge auf 
dem Bande zu enträthseln sucht, welches er mit beiden Händen ent- 
rollt. Die beiden Knaben mit ihren Büchern entsprechen dieser 
Thätigkeit.
        

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