Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1271715
Sixtina. 
der 
Decke 
Propheten und 
Sibyllen. 
109 
das Kinn, von welchem der mächtige Bart über die Brust herabiiiesst. 
Auch hier sind zwei begleitende Gestalten, eine männliche und eine weib- 
liche angebracht, um die Stimmung der Hauptfigur leise ausklingen zu 
lassen. Die persische Sibylle nimmt den folgenden Platz ein. Es ist eine 
Greisin, deren grossartige Formen von Schleier, Mantel und Gewand 
völlig umhüllt sind. Der Faltenwurf verräth den Meister plastischer 
Gestaltung. Mit angestrengter Aufmerksamkeit liest sie in einem 
J oremias, v4 
zlangek 
Buche, das sie mit beiden Händen dem Gesichte ganz nahe bringt. 
Die begleitenden Kinderfiguren sind wie von lautloser Stille gebannt. 
Im Gegensatz dazu ist Ezechiel, die folgende Figur, in lebhafter Er- 
regung dargestellt. Das scharf markirte Gesicht mit dem vollen Bart 
im Profil zeigend, scheint er sich mit einer Frage an seine Nachbarin zu 
wenden. Die rechte Hand vor sich hinstreckend, begleitet er lebendig 
diesen Gestus, während die Linke eine halb geöffnete Schriftrolle hält. 
Auch hier spiegeln die beigegebenen Kinder diese Stimmung. Dann 
folgt die erythräische Sibylle (Fig. 21), eine Gestalt von ernster jugend-
        

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