Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1271659
der Sixtina. 
Decke 
Schöpfungsgeschichte. 
103 
aufgerichtet stützt Adam sich auf den rechten zurückgezogenen Arm, 
Während der linke über das hinaufgezogene linke Bein lässig hinaus- 
hangt. Da streckt Gott im Vorüberschweben die Rechte aus und man 
glaubt zu sehen, wie aus der Spitze des Zeigefingers der elektrische 
Funke in Adams Hand hinüberspringt, ihn zum vollen Leben erweckend. 
Mit Recht gilt dies Bild für die Krone der ganzen Reihenfolge. Und 
nun betritt Gottvater auf dem fünften wieder kleineren Bildfelde die 
Erde und wird liebender Vater, um aus Adams, des schlafenden, Rippe 
die Eva zu schaffen. In völliger Auflösung tiefen Schlummers liegt 
dieser ausgestreckt, während die liebliche Gestalt der Eva mit kindlich 
Schöpfung 
Adams, 
von Michelangelo. 
Sixtiua. 
bittender Geberde sich zum Schöpfer wendet. Unsterbliche Jugend- 
schönheit liegt über der holden Erscheinung ausgegossen. Die Com- 
position in ihrer einfachen Geschlossenheit ist meisterlich in den knappen 
Raum gestellt. 
Das folgende Bildfeld schildert wieder eine Doppelscene: den 
Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradiese (Fig. 18). Der 
Bauitn der Erkenntniss theilt die Scene; links sieht man, wie Adam 
einen Zweig mit Früchten niederbeugt, während die_am Boden ge- 
kauerte Eva, eine herrliche Figur in schönster Verkürzung, die Linke 
nach dem Apfel ausstreckt, welchen der Versucher in Gestalt eines 
Weibes mit Schlangenleib vom Baume herabreicht. Rechts schwebt
        

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