Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1270152
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1271635
der Sixtina. 
Decke 
Geschichte 
Genesis. 
101 
Welt von rein idealen Bildungen, welche nichts Anderes sind als ein 
edler Schmuck für das ersonnene Prachtgerüst, die lebensvolle Ver- 
körperung der architektonischen Glieder. In fein erwogener Abstufung 
nach Grösse, Motiven der Bewegung und Farbengebung fügen sie sich 
dem rhythmischen Gesetz des Ganzen wirkungsvoll ein; grösstentheils 
stein- oder bronzefarben geben sie sich bloss als Dekoration; nur an 
den wichtigsten Stellen tragen sie den farbigen Schein des Lebens. 
Dieser Schmuck beginnt unter den Propheten und Sibyllen, wo kräftige 
Gottvnter, 
Sixtina. 
Kinder in natürlicher Färbung die Namensschilde tragen. Sßdarln Sieht 
man an den Pilastern je zwei karyatidenartige Kinderfiguren, stets ein 
Pärchen von Knabe und Mädchen, welche die Steinfarbe der Architektur 
zeigen. Neben ihnen lehnen in den freien Zwickelllächen bronzefarbene 
nackte Jünglingsgestalten, von grösster Mannigfaltigkeit der Bewegung. 
Den Abschluss der Dekoration bilden auf den Vorsprüngen der ver- 
kröpften Gesimse- abermals nackte Jünglinge, die wieder in Naturfarbe 
durchgeführt sind. Trotz dieses unabsehbaren Reichthums von Gestalten 
herrscht in dem Ganzen eine Ruhe, Harmonie und Klarheit, die allein 
schon beweisen, Welch hoher architektonischer Sinn mit der Meister-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.