Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1264655
Buch. 
Mittelalter. 
Das 
von S. Cosma e Damiano. In den unteren Theilen der Chornische 
sieht man Bruchstücke alttestamentlicher und apokalyptischer Seenen, 
dabei Propheten und Märtyrer. Laut inschriftliehem Zeugniss sind es 
Werke römischer Künstler, und zwar der Brüder Johannes und 
Stephanus und ihres Neffen Mcolaus. Es ist bezeichnend für das frühe 
Erwachen des individuellen Geistes in Italien, dass hier bereits Künstler- 
namen vorkommen. Ein Gleiches ist der Fall bei den freilich stark 
übermalten Wandgemälden der kleinen Kirche S. Urbane bei Rom, 
inschriftlieh im Jahre 1011 von einem Meister Bonizo ausgeführt. Sie 
enthalten Scenen aus dem Leben der heiligen Ürbanus, Laurentius 
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Aus dem Exultet 
der Barberiuischen Bibliothek. 
und andrer Heiligen, ausserdem Darstellungen aus der Passion, nament- 
lich die Kreuztragung und die Kreuzigung. Letztere entbehrt zwar 
noch alles dramatischen Ausdrucks, und der G-ekreuzigte steht heiteren 
Antlitzes auf einem Brett, an welches die beiden Füsse angenagelt 
sind; aber an sich bezeichnet schon die Aufnahme dieser Darstellungen 
des Leidens eine Erweiterung des Stoffgebietes und einen künstlerischen 
Fortschritt. Auch in Oberitalien fehlt es nicht ganz an Spuren der 
Wandmalerei. So finden sich in einer Felsenkapelle bei der Kirche 
S. Nazaro e Celso in Verona Gemälde in dreifacher Schicht über 
einander, die vom achten bis in's elfte Jahrhundert zu reichen scheinen, 
und den Mosaikentypus in nicht ungünstiger Weise wiederholen.
        

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