Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1264578
Buch. 
Mittelalter, 
Das 
und der Dämmerung wachend und dem Geheiss Gottes lauschend dar- 
gestellt wird. (Fig. 22.) "Die Nacht ist eine erhabene Matronengestalt 
im Schleier, Während die Dämmerung als ein dem Propheten vorauf- 
schreitonder Knabe geschildert wird. Bezeichnend für die veränderte 
Sinnesrichtung ist sodann, dass z. B. die Kreuzigung Christi sich in 
einem von dem syrischen Möneh Rabula im Jahre 586 geschriebenen 
Evangelienbuch auf der Laurentiana zu Florenz ganz vereinzelt nach- 
weisen lässt; in dem Manuscript der Predigten des Gregor von Nazlianz 
kommt sie wiederum_ vor, und fortan wird das Leiden Christi sammt 
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Marterscenen aus dem Menologium der Vaticana. 
den Martyrien der Apostel und andrer Heiligen ein Lieblingsgegen- 
stand der christlichen, besonders der byzantinischen Kunst. Eins der 
glänzendsten Werke der gesammten Miniaturmalerei, das für Kaiser 
Basilius II. den Bulgarentödter (9763-1025) geschriebene Menolo gium, 
jetzt im Vatikan, lässt diese Tendenz aufls Nachdrücklichste hervor- 
treten. In prachtvollster Ausstattung mit Goldbuchstaben ausgeführt, 
giebt dieser Kalender die lllartergeschichten der Heiligen, nach den 
ihnen gewidmeten Jahrestagen geordnet, und enthält, obwohl er nur 
das halbe Jahr umfasst, nicht Weniger als 430 Bilder. Mit grösstem 
Fleiss haben acht Künstler, die sich darin nennen, bei der Durchführung 
dieser grossartigen Bilderreihe in Pracht und Sorgfalt gewetteifert.
        

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