Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1264569
Kapitel. 
Altchristliche Epoche. 
Bibliothek, welches für den Kaiser Basilius I. (867 bis 886) aus- 
geführt wurde. Auch hier lässt sich namentlich in den Geschichten 
des alten Testaments noch die ganze Lebendigkeit der ältern Kunst 
erkennen, aber auch die späteren Scenen aus dem Leben Gregoris sind 
meistens kräftig erfunden, in Bewegungen, Gewändern und Köpfen 
herrscht noch antike Würde, und der pastose Farbenauftl-ag in Seiner 
iiliiiliieviiilfhiäiuftiriiiiSkiwfiiäiielfofeilllilliäezi? tüchtiger 
rath das Psal- 
terium derselben Bibliothek, Welches dem Anfang des  Jahr- 
hunderts anzugehörcn scheint. Be- 
sonders in der massenhaften An- 14.1."  _-J  
Wendung der Personiiikation, sowohl  
für natürliche Erscheinungen als    
für sittliche Begriffe, aber auch in   l (v 
Kraft und Lebendigkeit des Aus-    
drucks und der Bewegung, imWurf ibf"    
der Gewänder und dem Charakter    k.  
der Köpfe spricht sich die Nach-    
Wirkung der Antike aus.    i,  
Inzwischen hatte sich eine    l; l,  
spezifisch byzantinische Kunst, der   .15 '  
es vor Allem auf Pracht und Zier-       
lichkeit der Ausführung ankam,  X    
selbständiger entwickelt. Nach dem   mit   
Bilderstreit namentlich tritt eine  u  
neue Bichtung in's Leben, die nun  rßzggffhtr; 
zugleich den Anschauungskreis er-  
Weitert; indem Sie) auf leidcznschafl? Jcsaias zwischenlrlclgsiblifiund Dämmerung. 
liche Erschütterung des Gemüthes Vaticanm 
ausgehend, die Scenen des Leidens 
und der Marter, welche die frühere Kunst ablehnte, mit Vorliebe 
behandelt. Dadurch erst ist der schärfste Bruch mit dem klassischen 
Alterthüm vollzogen, welches in seiner klaren, lebensfreudigen Auf- 
fassung solche Scenen vermeidet, während das christliche Gefühl 
am liebsten in ihnen schwelgt. Doch erkennt man in der oft sehr 
grossartigen und lebensvollen Auffassung der Gestalten immer noch 
Nachwirkungen der Würde antiker Kunst. So in einem Manu- 
script des 10. Jahrhunderts in der Vaticana mit den Weis- 
sagungen des Jesaias, wo u. A. der Prophet zwischen der Nacht
        

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