Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1264549
Kapitel. 
Epoche. 
Altchristliche 
55 
in der That schon antike Schriftsteller gelegentlich solchen Schmuck 
erhielten, beweisen ein Homer in der Ambrosiana zu Mailand und 
ein Virgil im Vatikan, beide Wohl noch dem vierten oder fünften 
Jahrhundert angehörig. (Fig. 19.) Hier tritt, wenn auch schon in 
vergröberter und sturnpferer Form, die ganze Lebendigkeit antiker 
Erzählung in einer Fülle von Bildern hervor, bei denen noch die naive 
Einfachheit und die lockere Compositionsweise antiker Malerei nach- 
wirkt. Auch der Terenz der Vaticana ist ein Werk, das in einer 
 
I A M1 
Jj  
Q 
Vaticana. 
Aus dem Josua der 
vergröberten Umbildung der späteren Zeit noch gute und lebensvolle 
Motive der Frühepoehe erkennen lässt. Dieser Gebrauch ging nun 
bald auf die heiligen Bücher der Christen über, mochten sie für den 
öffentlichen Gottesdienst, oder für die Hausandacht und den Privat- 
gebrauch bestimmt sein. Eins der frühesten und merkwürdigsten Zeug- 
nisse dieser Art ist der J osua im Vatikan, in dem vorliegenden 
Exemplar zwar einer späteren Epoche angehörend, aber offenbar nach 
einem Vorbild der besten altchristlichen Zeit. (Fig. 20.) Auch hier 
ist Alles noch von antikem Leben erfüllt, besonders die kriegerischen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.