Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1269614
524 
Buch. 
Die 
Frührenaissance. 
Sehatten, doch durch die mit Gewalt hervorbreehende Tiefe des Seelen- 
ausdrueks erschütternd wirkt. So in einer Tafel der Galerie zu Ber- 
gamo, WO Starrheit der Typen und Üebertreibung des Ausdruckes 
eine noch frühere Entwicklungsstufe verrathen. Verwandter Art ein 
todter Christus mit Maria und Johannes, zu denen noch die h. Marcus 
und Nicolaus sich gesellen, im Dogenpalast zu Venedig, angeblich 
1472 entstanden, jetzt durch üble Behandlung entstellt. Weit durch- 
Pietä. von Giovavnni Bellini. 
Brßra. 
gebildeter, aber doch noch in derselben alterthümlichen Strenge ist 
das unvollendete, grau untermalte Bild in den Uffizien, das zugleich 
durch reichere, Wohl abgewogene Composition einen Fortschritt des 
Künstlers bekundet. Auch die Pieta im Vatikan, dort mit Unrecht 
dem Mantegna zugeschrieben, gehört einer entwickelteren Stufe des 
Meisters an, wo er, durch das Auftreten des Antonello da Messina 
(um 1473) veranlasst, das Temperaverfahren aufgab und sich der Vor- 
theile der Oelmalerei immer mehr zu versichern suchte. Noch recht
        

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