Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1264155
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Buc11. 
Mittelalter. 
Das 
statue des heiligen Petrus in der Vatikans-Basilika könnte man noch 
mit irgend einer antiken Togafigilr verwechseln. Auch gewinnt die 
historische Auffassung lange Zeit noch nicht den vollen Sieg über die 
symbolische; denn neben dem männlichen bärtigen Christus kommt 
oft in denselben Denkmälern der unbärtige jugendliche vor , und eine 
der lieblichsten dieser Jünglingsgestalten zeigt noch im zwölften Jahr- 
hundert die berühmte Dalmatika im Schatze von St. Peter. 
Einen anziehenden Beleg für diese gemischte Auffassung bieten 
die zahlreichen Goldgläser der Katakomben, die zu den interessan- 
testen Arbeiten altchristlicher Kleinkunst gehören. Ohne Zweifel waren 
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Christuskopf aus den Katakomben von S. 
Ponziano. 
es grossentheils Trinkschaalen, bei welchen man zwischen dem Boden 
des Gefiisses und dem Fusse ein Goldblättchen einlegte, aus welchem 
die beabsichtigte Zeichnung mit einem scharfen Instrument ausge- 
stochen wurde. Man schweisste dann die Schaale mit dem Fusse so 
zusammen, dass die Goldzeichnung, von beiden Seiten durch eine Glas- 
hülle geschützt, im Innern des Gefasses sichtbar ward. Diese Trink- 
schaalen setzte man in den noch frischen Kalkbewurf der Gräber ein, 
wodurch dann wenigstens der untere Theil selbst bei Zerstörung der 
frei herausragenden Schaale häufig erhalten blieb, häufig wurden aber 
auch letztere beim Versuche des Loslösens aus dem steinharten Bewurf 
zerbrochen. Die Mehrzahl dieser kostbaren Ueberreste bewahrt die 
Bibliothek des Vatikan; einiges findet sich im Museum der Propaganda
        

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