Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1268238
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Buch. 
Frühren aissan ce. 
Die 
um sich ebenfalls zur Taufe vorzubereiten. Eine Gartenlandschaft mit 
der Aussicht auf die Stadt schliesst die Scene ab. Durch die Verreibung 
der Oberfläche sind die Lasuren verschwunden, so dass die Gestalten 
fast nur in der Untermalung, beinahe durchsichtig und wie in Lieht 
gebadet erscheinen. Das Fleisch ist von goldwarmer Klarheit, in den 
Mitteltönen licht-grünlich, die Zeichnung des Nackten von unvergleich- 
licher Feinheit. Am wenigsten ge- 
f lungen erscheint die Gestalt Christi, 
fx  bei den Engeln dagegen kommt eine 
f  echt umbrische Anmuth und Hold- 
X   Seligkeit zum Durchbruch. DieLand- 
 X 1 schaft ist etwas bunt, aber tief im 
X   Ton, so dass die Gestalten sich hell 
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  abheben.  In derselben Sammlung 
   sieht man einen weiblichen Protilkopf, 
l i?"    den man für Isotta von Rimini hält. 
 Päa   Die wundervolle Feinheit der Zeich- 
   r   1- i, l  nung, die Klarheit der goldigen Car- 
i K" ill" ii illli'  nation, die selbst in den Schatten 
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  VIAil-lllllillhiillllylly   noch von Licht strahlt, erscheint 
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   iero s wurdig.   
j: I,     Von der Kirchenfahne mit der 
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  . liixiwgi M.  T Veikundigung, welche die Compagnia 
Äußere-J: i" V  d  l  iiiilfllli fäiifsäiubläg,   
  ljlllß   der Annunziata zu Arezzo 1466 bei 
i  v! W, Ar, l H11 I," 3'  ihm bestellte und wobei ausdrücklich 
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ÜWIWJYIJVW ,i  i,  ß bedungen wurde, das Werk solle in 
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  Üel ausgeführt sein, ist nichts mehr 
   vorhanden. Dagegen besitzt diä 
 Akademie zu Perugia ein Tafelbil 
  aus dem Nonnenkloster S. Antonio, 
Fig. 119. NIMIOIIDaIWIZFuPlGYO dellaFraucesca. Welches im Oberen Wunderlich abge- 
sie.   
 treppten Aufsatz, der wahrscheinlich 
ursprünglich eine andere Form hatte, die Darstellung der Verkündigung 
zeigt. In einer prachtvollen Säiilenhalle von Composita-Ordnung, welche 
den Meister der Perspektive verräth, kniet der Engel vor der ihm 
gegenüber knieendcn Madonna, Gestalten von einer gewissen strengen 
Feierlichkeit bei kräftiger Formbehandlung. Darunter sieht man in 
ßinem dreitheiligen Felde die Madonna mit dem Kinde in einer Nische 
thronen (Fig. 119) zu beiden Seiten die esonderten Gestalten der 
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