Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1268157
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Buch. 
Frührenaissance. 
Die 
ist , verstärkt die religiöse Feierlichkeit. Man kann keine grösseren 
Gegensätze denken, als die gleichzeitigen florentiner Madonnen, bei 
welchen Alles bis zu den reichen landschaftlichen Gründen erfüllt ist 
von Wirklichkeit, und wo die religiöse Andacht sich in Naturandacht 
auflöst. 
Sobald dagegen diese Kunst den Boden lyrischer Stimmung und 
Madonna von Matteo di Giovanni. 
Siena. 
kirchlicher Weihe verlässt, kommt ihre ganze Schwäche, der Mangel 
an wissenschaftlicher Begründung, an Studium der menschlichen Ge- 
stalt und an Beobachtung des Lebens zu Tage. Matteo hat mehrmals 
den Kinderrnord gemalt, so in St. Agostino ein Bild von H82, wo 
das Streben nach leidenschaftlichem Ausdruck nicht bloss zu über- 
trieben hastigen Bewegungen und hässlichen Grimassen, sondern zu 
völliger Karikatur geführt hat. Herodes ist ein wahres Scheusal und
        

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