Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1267629
III. 
Kapitel. 
Schule. 
florentiner 
Die 
Generation. 
Zweite 
339 
selbst mit List und Schlauheit geführten Wetteifer, mit welchem man 
damals, nachdem die blutigen Familienzwiste des Mittelalters ausgetobt 
hatten, auf dem friedlichen Gebiet küllßtlerisßher Unternehmungen ein- 
ander zu überbieten suchte. Denn da. die Ricci, die Patrone der Kapelle, 
sich nicht im Stande sahen, ein so grossartiges Werk ausführen zu 
lassen und Giovanni Tornabuoni sich erbot, auf eigne Kosten das Werk 
zu unternehmen, musste er sich contraktlich verbindlich machen, das 
Wappen der Ricei wenigstens an der vornehmsten Stelle anbringen 
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Tod des h. 
Franziskus. 
Fresko von Ghirlandajo in S. 
Trinitäl. 
zu lassen. Er ging auf diese Bedingung ein, war aber schlau genug, 
sie dadurch illusorisch zu machen, dass er das Wappen der Ricci zwar 
am Tabernakel, aber in unscheinbarster Weise malen liess, Während 
die Wappen der Tornabuoni und Tornaquinci an den vorderen Chor- 
pfeilern gross in Stein gehauen prangen, und obendrein in den Wand- 
gemalden nicht weniger als einundzwanzig Bildnisse von Mitgliedern 
dieser Familien vorkommen. Ghirlandajo ging an diese grösste Aufgabe 
seines Lebens mit der vollen Kraft und Reife seiner Künstlersehaft, 
Er gliederte die Flächen durch ein System von Pilastern, Friesen und
        

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