Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1264078
Buch. 
Das 
Mittelaltel 
worden sein, um den Heiden den christlichen Inhalt der Darstellung 
zu verhüllen. Jedenfalls entstand sie in einer Zeit, welche Heidnisches 
und Christliches noch in naiver Weise vermischte. S0 sieht man auf 
jenem grossen antiken pamphilischen Sarkophag des Kapitels neben 
Eros und Psyche, neben Vulean und Prometheus, neben Herakles und 
dem seelenführenden Hermes Adam und Eva und den zum Himmel 
auffahrenden Elias. Auf einem silbernen Schmuckkästchen der Bla- 
cas'schen Sammlung, dessen Inschrift und Monogramm Christi auf eine 
christliche Besitzerin deuten, ist die Toilette der Venus an der Vorder- 
Orpheus, die Leier 
spielend. 
seite dargestellt. Kein Wunder daher, wenn nicht bloss Herakles und 
Theseus bisweilen in christlicher Andeutung vorkommen, sondern wenn 
einige Male in den Katakomben Christus als Orpheus dargestellt ist. 
Ein Bild dieser Art findet sich im Cömeterium von S. C alisto. (Fig. 2.) 
Hier wird Orpheus, die Leier spielend, vorgeführt, von zwei Läm- 
mern umgeben, welche die christliche Bedeutung nahe legen und an 
den guten Hirten erinnern. Reicher sind die beiden Darstellungen aus 
S. Domitilla. (Fig. 3.) Orpheus sitzt im antiken Hirtengewand mit 
der phrygischen Mütze in dem mittleren achteckigen Felde eines 
Gewölbes auf einem Felsen zwischen zwei Bäumen, auf deren Zweigen 
verschiedene Vögel , darunter Tauben und ein Pfau, dem Saitenspiel
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.