Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1267268
Kapitel. 
Die florentiner Schuld. 
Erste 
Generation. 
307 
darzustellen und darin die ganze Mannigfaltigkeit und Fülle des Lebens 
und die Kraft anschaulicher Schilderung zu entfalten. S0 hatte denn auch 
Fra Filippo in den seit 1456 ausgeführten Geschichten Johannes des 
iTäufers und des h. Stephanus im] Chor des Doms zu Prato Gelegen- 
heit, sein Erzählertailent in voller Lebendigkeit zur Geltung zu bringen. 
Am Kreuzgewölbe begann er mit den vier Evangelisten, deren Ge- 
stalten er auf neue Weise zu beleben suchte. Rechts an den Wänden 
Fig. 96. 
 I  
y      
  TIM w" x     
 l ß; M]  r  N1 ) 
F; y   m  ja k- 
1M- -  l ß- 
f 
lxvi  
Johannes von seinen Eltern Abschied nehmend. Von Fra. Filippo. 
Praf0. 
sodann wird das Leben des Täufers geschildert: oben im Bogenfelde ist 
seine Geburt dargestellt, wobei nach Giottds Vorgange eine Wochen- 
stube aus dem wirklichen Leben vorgeführt wird. Darunter sieht man 
Johannes von seinen Eltern Abschied nehmen (Fig. 96) und in die Wüste 
gehen, wo er einer aufmerksam lauschenden Volksmenge predigt. Be- 
sonders anziehend ist sodann das Gastmahl mit der tanzenden Salome, 
reich an feinen klugen Köpfen, schönen Frauen und würdevollen 
Männergestalten, in warmer milder Färbung durchgeführt. Dann folgt
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.