Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1267159
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Buch. 
Frührenaissance. 
rühmten Figur des Frierenden seine ganze Meisterschaft in der Kennt- 
niss des Nackten. Der landschaftliche Hintergrund giebt, im Gegen-s 
satz zu den starren conventionellen Felsformen der Giottisten, zum 
ersten Wal in lebensvollen Zügen ein Bild der schönen Berglinien des 
Arnothals. Unter diesen Bildern erkennt man sodann in der Kranken- 
heilung und der Almosenaustheilung Scenen von einfacher Grösse des 
Stils, in denen jedoch die Anmuth hinter der schlichten Lebenswahr- 
heit zurücktritt. Man sieht aber in den markigen Köpfen und dem 
Fig. a2. 
Christus befiehlt Petrus, den Zinsgroschen zu holen. 
Von Masuccio. 
Oannine. 
grandiosen Stil der Gewänder die Kunst Masaccids zu ihrer vollen 
Freiheit entfaltet. Das mächtigste ist aber das grosse obere Bild an 
der linken Wand, wo Christus, von dem Zöllner um den Zins ange- 
gangen, Petrus befiehlt, das Geldstück aus dem Fischrachen zu holen. 
In die Mitte der Bildiiäche verlegt der Künstler diese Scene, welche 
zum Grossartigsten gehört, was. wir aus jener Zeit besitzen. (Fig. 92.) 
Wie gebieterisch und zugleich wie hoheitvöll ist die Geberde Christi, 
wie energisch fragend die Handbewegung Petri, wie feierlich und 
Würdevoll die Schaar der Apostel, welche die Beiden umgiebt und 
deren mächtige Erscheinung durch die schlichte volksthümliche Figur
        

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