Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1266981
Kapitel. 
Schule. 
floreritiner 
Die 
Erste Generation. 
281 
völlig neuen Kraft der Charakteristik, der Bewegung und des Seelen. 
ausdrucks erfüllt. Die herbe Grossartigkeit dieser mächtigen Gestalten, 
rläiit ihredzwar nicht edlen aber bedeutenden Köpfen, die dramatische 
ewegtheit der Anordnung bilden die Vorstufe dessen, was nachher 
von Ghirlandajo bis Lionardo  
bei diesem Thema geleistet yr_  
werden sollte. Die energische ' 
Tiefe des Colorits, die plastische     
Modellirung mit ihren schweren     
Schatten lässt die Gestalten  K 
noch wuchtiger erscheinen. f,  
Merkwürdiger Weise giebt es   f   H 
keine alte Nachricht von die-      XK 
sem Werke; fast möchte man   X  
daher glauben, die Nachricht  j   (K   1 
Vasarfs von einem Abendmahl  u All,   
Castagnds im Klöster von  
.Sta. Maria Nuova sei durch I,   
Verwechslung entstanden.   I,  i I   
Von Altartafeln des Mei-   j äi mit."  
sters findet sich Mehreres in  llifilfix      
der Sammlung der Akademie.   l lig.      
Zunächst ein bedeutendes, lilltlllili   k? 
wenn auch nicht schönes, aber  i.  
durch Kraft der Charakteristik l    i:  t  2' 
und gediegenen Ernst bemer-       
kenswerthes Bild der thronen-         
den Madonna (NY- 45 111 der z. l lt  
Galerie der grossen Bilder), iiiiiusji 
dort dem Botticelli zugeschrie- ASAHQHES llgi ASPFRANCA 
ben. Neben der Madonna ste- Fig. a4. st. Johannes und Franziskus. Von Andrea 
hen Johannes der Täufer und M Castagnm S" Crew 
S. Franziscus, neben diesen die 
h. Magdalena und Katharina von Alexandrien; an den Stufen des Thrones 
knieen S._C0smas und Damianus, der Eine gleich der h. Katharina 
aus dem Bilde heraus den Beschauer anblickend. Hier tritt uns nun 
vielleicht zum. ersten Male der völlige Umschwung der Anschauungen 
entgegen: in keiner Gestalt lebt ein Hauch der idealen Schönheit 
und kirchlichen Stimmung, die von Giotto bis auf Fiesole die Kunst
        

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