Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1266766
I. Kapitel. 
der italienischen Frührenaissance. 
Die Kultur 
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frei von Ueberladung und selbst von Kleiulichkeit halt, nimmt die 
italienische Malerei jene technischen Fortschritte zwar bereitwillig auf, 
verwendet sie aber in einem grösseren Sinne zu Schöpfungen, denen 
allerdings jener feinste koloristische Reiz meistens abgeht, die aber 
dafür durch plastische Wucht und Grösse des Stils, durch monumentale 
Würde zu fesseln wissen. Nur in einzelnen Fallen wird mit dem 
malerischen Zauber niederländischer Werke gewetteifert, und zwar 
hauptsächlich bei Meistern Oberitaliens: im Ganzen aber strebt die 
italienische Kunst nach einer Gesammterscheinung, in welcher alle 
drei Künste einander wechselseitig bedingen, fördern und tragen. So 
wird die italienische Kunst, und in erster Linie die Malerei, der höchste 
Ausdruck der gesammten Kultur, und namentlich letztere erfüllt in 
bewundernswerther Weise die Mission, die in Anmuth und Würde rein 
menschlicher Bildung glänzenden Gestalten, ja das gesammte Leben 
der italienischen Renaissancezeit zu freier Schönheit zu verklären.
        

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