Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1266040
Kapitel. 
Epoche. 
Gothisch e 
187 
die herben Formen des Kopfes umfluthend. (Fig. 69.) Sie ist als 
Personiükation der Todesgöttin (la, morte) bezeichnet und holt in ge- 
waltigem Schwunge mit einer Sense weit aus, um die ahnungslos 
Tändelnden niedefzumähen, Unter ihr füllt die Mitte des Bildes eine 
Schaar bereits vom Tode Hingestreekter, schöne Frauen, stolze Könige, 
Fürsten und Prälaten. Teuflische Unholde, aber auch geflügelte Engel 
Fig. 69. 
"La morte" aus 
dem Triumph 
Fodes. 
Camposauto zu Pisa. 
schweben herab; ihre Seelen in Empfang zu nehmen. Dicht neben 
ihnen dagegen sieht man eine Anzahl Ünglücklicher in jeder Form 
menschlichen Elends sich auf Krücken heranschleppen und leidenschaft- 
lich, aber vergeblich den Tod um Erlösung aniiehen. (Fig. 70.) Die 
ganze obere Hälfte dieser Seite des Bildes ist von schwebenden Engeln 
und Teufeln erfüllt, welche die Seelen der bereits Gestorbenen zum 
Himmel oder zur Hölle führen. Einige werden von den Teufeln in 
die Flammen gestürzt, welche aus den in der Mitte hoch aufragenden 
Felsen emporzüngeln. Die linke Hälfte des Bildes wird nämlich von
        

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