Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Italienischen Malerei vom vierten bis ins sechzehnte Jahrhundert
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1263451
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1266012
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Buch. 
Mittelalter. 
Das 
die Todten mühsam emporsteigen, von ritterlich bewegten Engeln 
empfangen, Während in der Mitte die gebieterische Gestalt des Gerichts- 
engels mit gezogenem Schwert seine Weisungen giebt. (Fig. 67.) 
Bezeichnend ist hier wieder, dass ein aus dem Grabe steigender Kle- 
riker von einem der Engel am Kopfe gepackt und auf die Seite der 
Verdammten geschleift wird. Den ganzen übrigen Raum füllen zur 
Rechten der Mittelgruppe dichte Schaaren der Frommen, die mit in- 
nigem Vertrauen zum Erlöser aufblicken. Hier ist auch die schöne 
Gruppe einer jugendlichen Prinzessin, die eben aus dem Grabe steigt 
Aus dem Jüngsten Gericht im Gamposanmto zu Pisa. 
und von einer königlichen Frau, Wahrscheinlich ihrer Mutter, an beiden 
Händen liebevoll emporgezogen Wird. Auf der andern Seite sieht man 
ein dichtes Gedränge der Sünder, die von zürnenden Engeln zurück- 
getrieben werden und in leidenschaftlicher Bewegung Entsetzen, Schmerz 
und Verzweiflung ausdrücken. Bezeichnend ist ein versteckter Greis, 
der mit dem Ausdruck des Trotzes sich abwendet und von einem 
Engel in unsanfter Weise fortgedrängt wird. 
Neben diesen Gruppen öffnet sich der Abgrund der Hölle, in- 
dem der Maler uns gleichsam das Innere eines Gebirges im Durch- 
schnitt zeigt, durch steile Felsen in verschiedene Klüfte getheilt. Wie 
bei allen derartigen Darstellungen jener Zeit, liegt auch hier Dante's
        

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