Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259701
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1260629
Kapitel. 
untereinander sind. Als reine Nachahmer des Teniers erscheinen 
folgende Schüler von ihm. Abraham Teniers, ein Bruder von 
ihm, geboren 1619, gestorben 1691. Michael Abshofen, de 
Hondt und Arnold van Maas. 
Obwohl ebenfalls ein Schüler des Teniers, und ihm bisweilen 
zum Verwechseln in seinen Bildern ähnlich, nimmt der, 1625 in 
Brüssel geborene, Frans Duschastel doch ihm gegenüber eine 
selbständigere Stellung ein, indem er während eines Aufenthalts. 
in Frankreich auch einen Einfluss von van der Meulen erfuhr. 
Einen Beweis hiefür liefert sein, im Museum zu Gent befindliches 
Hauptwerk von grossem Umfang, welches die Huldigung Carls II., 
Königs von Spanien, als Graf von Flandern darstellt, so der Statt- 
halter, Marquis von Castel Rodrigo, im Jahr 1 66 6, von den 
Ständen zu Gent empfing. Es ist mit" dem Namen des Künstlers 
und dem Jahr 1668 bezeichnet, und, sowohl durch die allgemeine 
Haltung, als durch die grosse Zahl lebendiger und trefflich ge- 
malter Portraite, von namhaftem Kunstwerth. Ein anderes Bild 
von ihm ist das Panorama von Valencienues im Museum von Ant- 
werpen, No. 380, welches, wahrscheinlich 1656 gemalt, dem 
Teniers ungleich näher steht, so dass es auch dort seinen Namen 
trägt. Ich stimme indess John Smith, welcher es dem Duschastel 
giebt, durchaus bei. 1 
Mathys van Helmont, geboren zu Brüssel 1753, gestorben 
zu Antwerpen 1719. In der Gallerie Aremberg, N0. 86, eine 
Kirmess von ansehnlichem Umfange mit vielen Figuren. Voll 
lebendiger Motive, von fleissiger Ausführung, doch etwas hart in 
den Umrissen, etwas bunt in den Farben. 
Die folgenden beiden Künstler haben zwar ebenfalls einen 
starken Einfluss des Teniers erfahren, aber doch mehr als alle 
vorigen eine von ihm unabhängigem Stellung behauptet. 
David Ryckaert, im Jahr 1615 zu Antwerpen geboren, war 
der Schüler seines Vaters, welcher ebenfalls David hiess. Er malte 
mit grosser Lebendigkeit in den Köpfen und Motiven und meist in 
einem goldigen und klaren Ton Bauern im Inneren ihrer Häuser. 
Sein Vortrag ist frei und meisterlich. Zwei Bilder dieser Art, von 
denen indess das eine gelitten hat, befinden sich in der Gallerie zu 
Dresden, N0. 961 und 96-2] Gelegentlich malte er auch Dorf- 
V ergl  
Catalogue 
waisonnä 
III. 
447.
        

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