Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259701
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1262849
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Buch 
mit Blumen von ähnlicher Wirkung, doch auf dunklem Grunde, 
No. 464 Oabinette, zu München, und ein Blumenstranss in einer 
Vase zu Wien. "Von den in England von ihm vorhandenen Bil- 
dern nenne ich vor allen, als in einer öffentlichen Gallerie, ein 
Frucht- und ein Blumenstück, N0. 29 und 39, in der Dulwich- 
gallery, auf einem hellen Grunde, als  besonders das erste  
von vortrefflicher Art. Zunächst aber hebe ich einen kleinen 
Blumenstrauss, in der Bridgewater-Gallery, ebenfalls auf einem 
hellen Grunde, datirt 1723 und 1724, als höchst leuchtend und 
delikat hervor. Zwei durch Umfang, etwa 3 F. hoch, 2 F. 3 Z. 
breit, wie durch Reichthum der Gegenstände und die höchste Voll- 
endung ausgezeichnete Hauptwerke des Meisters, 17311732 und 
173271733 datirt, vormals in der Gallerie zu Kassel, befinden 
sich jetzt in der Sammlungdes Lord Ashburton. Schliesslich muss 
ich noch einige Zeichnungen von seltner Schönheit in der Samm- 
lung des Herrn Bale,' und eine Sammlung von 160, mit grosser 
Meisterschaft ausgeführte, Zeichnungen in der Sammlung des Herrn 
William Russellß beide in London, wenigstens erwähnen. 
Conrad Roepel, geboren im Haag 1679, gestorben ebenda; 
1748, ein Schüler des Constantin Netscher, malte zwar anfangs 
Bildnisse, legte sich aber bald ganz auf die Malerei von Früchten 
und Blumen, worin er vorzugsweise dem Geschmack des J. van 
Huysum folgte, und ihm in seinen besten Bildern, wie in einem 
Blumen- und einem Fruchtstück der Gallerie zu Kassel, N0. 753 
und 754, auch ziemlich nahe kam. In der Regel ist seine Be- 
handlung, wie die des van Hnysum in seiner früheren Zeit. mehr 
dekorativ. Fünf Bilder der Art, Blumen- und Fruchtgehänge, von 
Papageien, Eichhörnchen und Affen begleitet, befinden sich eben- 
falls, No. 755-759, in der Gallerie zu Kess e]. Auch die Gal- 
lerie zu Dresden besitzt unter N0. 1601 einen, zu seinen guten 
Arbeiten gehörigen, Blumenstrauss. 
Jan van Os, geboren zu Middelharnis 1744, gestorben 1:508, 
zeichnete sich vorzüglich durch seine Malereien von Blumen und 
Früchten aus, worin er sich ganz den Jan van Huysum zum Vor- 
bild nahm. Seine besten Bilder sind nicht allein mit Geschmack 
angeordnet, sondern kommen an sonniger Klarheit, an Kraft der 
Farbe und an fleissiger Durchführung dem van l-[uysuni öfter sehr 
Supplem entbnnd S. 
Derselbe S.
        

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