Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259701
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1262716
Epoche von 1700 bis 1810, 269 
sterben ebenda 1759, malte in der Regel Conversationsstücke, 
Bauerngesellschaften, Quacksalber u. s. w. Er hatte viel Geschick 
in der Oomposition, und führte recht sorgfältig aus, doch die 
Schwere, in allen Theilen unwahre Färbung, machen seine Bilder 
wenig geniessbar. Von mir bekannten Gallerien besitzen nur die 
zu Kassel, unter No. 774-778, fünf, die zu Dresden, unter 
No. 1025 und 1026 , zwei Bilder von ihm, welche Gegenstände der 
erwähnten Art vorstellen. Im Museum von Antwerpen befindet 
sich von ihm, No. 450, die Aufnahme des Abts von St. Michael 
in die Genossenschaft der Fechtkunst. 
Theobald Michau, geboren 1676 zu Tournay, gestorben 1755. 
Er malte Bilder im Geschmack des Bout, welche in ansprechender 
Weise componirt und fleissig und geschickt ausgeführt, aber schwach 
gefärbt sind. Besonders ist bei ihm ein ziegelrother Ton des 
Fleisches unangenehm. Die Gallerie zu Wien besitzt zwei, mit 
seinem Namen bezeichnete Bilder, welche viele Figuren in einer 
Sommer- und einer Winterlandschaft enthalten. 
K arel van Falens, geboren zu Antwerpen 168-1, gestorben 
zu Paris 1733, ahmte mit einigem Erfolg den Wouverman nach. 
Nur ist er im.Vortrag zu geleckt. In der Dresdener Gallerie 
befindet sich von ihm, No. 1024, ein Aufbruch zur Falkenjagd, 
in der zu Berlin, No. 1005, Menschen und Thiere in einer 
Landschaft. 
Jan Frans van Bredael, geboren zu Antwerpen 1683, ge- 
storben 1750 ebenda, ahmte gleichfalls mit vielem Geschick Won- 
verman nach. Er steht indess in jedem Betracht, besonders in 
den schweren, braunen Schatten, jenem weit nach. Zwei Bilder 
von ihm befinden sich, unter No. 1607 und 1608, in der Dres- 
den er Gnllerie.  
Karel Breydel, geboren zu Antwerpen 1677,(?) gestorben 
zu Gent1744,('?) ein Schüler des Pieter Rysbraek, malte bald 
Rheinansichten im Geschmack des Jan Griffier, bald Vorgänge aus 
dem Soldatenleben, worin er van der Meulen nachahmte. In 
Gallerien kenne ich von ihm nur ein Reitergefecht in der Samm- 
lung des Herzogs von Aremberg zu Brüssel. 
Pieter Snyers, geboren zu Antwerpen 1681, gestorben 
1752, welcher Portraite, Blumen und Landschaften malte, zeigt 
sich in einer gebirgigten Landschaft, No. 449, des Museums von 
An twerpe n, als einer der ausgezeichneteren Künstler dieser Epoche.
        

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