Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259701
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1262183
216 
Buch. 
Kapitel. 
Er ist unbestimmt in den Formen,  wellig. in der Behandlung, 
fleckig in den Schatten. Am meistensind noch die Nrn. 5 und 6 
gelungen.   f, 
Bartholomaeus Breenbergh, "geborenugegen 1620, ge- 
storben nach 1663.  Obwohl sein Meister. nicht bekannt ist, er- 
hellt doch aus verschiedenen seiner Bilder deutlich;- dass er sich 
zuerst den Poelenburg zum Muster genommenr: Später, bei einem 
längeren Aufenthalt in Italien, haben auch dortige Künstler auf 
ihn eingewirkt. Wenn er auch nicht ohne Erfolg historische Bilder 
malte, wovon das Bild, Joseph, welcher während der Hungersnoth in 
Aegypten Brod verkaufen lässt, in der Gallerie zu "Dresden, 
N0. 1326, eins der besten Beispiele ist, 1 so ist er doch izornchm- 
lich durch seine kleinen Landschaften bekannt, welche zum (Fheii 
Ansichten von römischen Ruinen sind, oder worin solche Ruinen 
wenigstens eine bedeutende Rolle spielen. Als Historienmaler wer 
er im Stande, diese Landschaften mit vielem Geschick durch Figuren 
zu beleben. Er wählte hierzu öfter Vorgänge aus der heiligen 
Geschichte, aber auch aus der Mythologie und den Novellen des 
Boccaz.  Breenbergh ist in seinen Landschaften ein feiner Zeichner, 
verstand sich sehr gut auf die Luftperspektive, und führte seine 
Bilder in einem guten Impasto mit grosser Zartheit aus. Sie machen 
aber öfter durch einen kalten und schweren Ton keine günstige 
Wirkung. Ein durch Klarheit und eine gute Haltung ansprechendes 
Bild mit der Findung des Moses beiindet sich, N0. 208, in der 
Nationalgallerie zu London. In sechs im Louvre von ihm be- 
findlichen Bildchen, N0. 50-55, kann man ihn vollständigin seinen 
Vorzügen und Mängeln kennen lernen. Aber auch ein in einer 
Grotte betender Mönoh, N0. 508, Cabinette, in der Gallerie -zu 
München, zeichnet sich durch die treifliche Modellirung, die klare 
kräftige Färbung in der kühlen Harmonie aus, und eine Lands 
schaff: mit Ruinen in der Wiener Gallerie ist von seltner Feinheit; 
Dieser Meister gehört jedoch zu denen, welche ungleich mehr zu 
ihrem Vortheil in ihren Radirungen, als in ihren Bildern erschei- 
nen. Es sind deren jetzt 31 bekannt, 2 deren Mehrzahl, wie Seine 
meisten Bilder, Landschaften mit römischen Ruinen darstellen. Die 
sehr feine und mit grosser Einsicht geführte Nadel, die zarte Hal- 
1 Dieselbe Composition, in lebensgrossen Figuren von ihm ausgeführt, 
findet sich auch in der Kirche Emaus zu Prag.  2 S. Burtsch. L- P- g. Th 
S. 159, führt (leren 28 1m, denen Weigel, S. 179, Änoch drei hinzufügt. 
bel 
IV
        

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