Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259701
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1262168
214 
Buch. 
6. Kapitel. 
Bartsch 3G beschreibtß Seine radirten Landschaften sind nicht 
allein mannigfaltiger in der Erfindung, als seine gemalten, sondern 
von einer höchst bewunderungswürdigen Feinheit der Abtönung und 
von einer Zartheit der Behandlung, worin er ganz allein dasteht. 
Von besonderer Schönheit sind N0. 12, ein Fluss mit felsigten 
Ufern von Schiffen belebt, N0. 18, eine Fernsicht. wunderbar reich 
und zart! N0. 22, der Frühling. Von seltner Frische! Die Nrn. 27, 
28, 30, aber gehören zu den schönsten Radirungen der ganzen 
holländischen Schule. Sie erinnern in Auffassung und Behandlung 
an Jan Both. Dagegen ist N0. 29, die Ansicht eines Thores von 
Utrecht, in der Energie und in der sonnigen Wirkung dem A. Cuyp 
verwandt. Auch eine grosse Ansicht der Stadt Utrecht in drei 
Blättern, N0. 35, ist eine treffliche Arbeit. In einer Reihe von 
zehn Blättern, welche allerdings nach der derben Behandlung seiner 
früheren Zeit angehören möchten, und einzelne Figuren darstellen, 
herrscht ein gesunder, wenngleich etwas gemeiner, Humor. Ein 
Blatt, N0. 1, welches sein eignes Bildniss enthält, zeigt ihn auch 
im Fache des Portraits als einen tüchtigen, im Gefühl dem van 
der Helst verwandten, Meister. Endlich hat er auch Thiere mit 
grosser Meisterschaft dargestellt, wie ein Blatt, No. 33, mit zwei 
Elephanten, beweist. 
Jan Griffier, geboren 1656, und 1720 noch amLeben, war 
zwär angeblich ein Schüler des Roelant Rogman und des Philipp 
Wouverman, folgte aber in seinen Landschaften durchaus der 
"Weise des Herman Saftleven, von dem er sich besonders durch 
einen minder kräftigen Ton, und ein weniger gediegenes Machwerk 
unterscheidet. Immer aber sind seine besseren Bilder durch die 
malerischen Gegenstände, durch die zarte Ausführung der zahl- 
reichen Einzelheiten, sehr anziehend. Ein artiges Bild von ihm hat 
unter N0. 98, das Museum zu Amsterdam. Unter den Zwölf 
Bildern von ihm in der Dresdener Gallerie zeichnen sich beson- 
ders 1529-1531 aus. Auch zwei Bilder im Berliner Museum, 
N0. 1013 und 1014, gehören zu seinen besten Arbeiten. 
Jan Hackaert, geboren 1636  macht den Uebergang von 
den Landschaftsmalern nordischer, zu denen südlicher Natur. Sein 
Lehrer ist nicht bekannt, auch von seinem Leben weiss man nur, 
dass er noch jung eine Studienreise nach Deutschland und der 
Bartsch, 
Le Peintre graveur Th. 
257 etc.
        

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