Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259701
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1262150
Epoche von 1600" 
bis 1690. 
213 
Maler bekannte Bild befindet sich unter N0. 39, im neuen Rath- 
hause zu Amsterdam. Diese bergigte, von Menschen und Thieren 
belebte Landschaft, in deren Vorgrunde ein abgehauener Baum- 
stamm liegt, ist ansprechend in der Composition, von guter Haltung 
klar und warm in der Färbung, und von einer gewissen Breite der 
Behandlung. Diesem am nächsten an Kunstwerth kommt eine 
Landschaft im Museum zu Amsterdam, N0. 104, eine Ansicht 
mit Kanälen in der oben angedeuteten WVeise. Auch zwei, derselben 
Gattung angehörige, Bilder im Louvre, N0. 188 und 189, gehören 
zu seinen besseren Arbeiten. Zwei andere, von denen eins sehr 
gross, bewahrt das Museum von Rotterdamß 
Eine ganz vereinzelte Stellung nimmt der Maler Her-man 
Saftleven, geboren 1609 zu Rotterdam, gestorben 1685 zu Utrecht, 
ein. Obwohl ein Schüler des Jan van Goyen, verfolgte er doch 
eine durchaus von diesem verschiedene Richtung. Er legte sich 
nämlich vorzugsweise darauf, gewöhnlich in kleinem lllaassstabe, 
durch Schiffe und Figuren reich belebte Ansichten des Rheins, ge- 
legentlich auch der Mosel, zu malen. Diese Bilder, von oft glück- 
licher Wahl des Standpunktes, guter Zeichnung, und sehr sorg- 
fältiger Ausführung, sind von grossem Reiz. In Betracht der 
Lebenszeit des Künstlers haben sie indess durch eine gewisse 
Härte in den Gegenständen des Vorgrundes, und ein zu starkes 
Blau der Fernen, etwas Alterthümliches. Bei einer grossen, ihm 
eignen, Einförmigkeit wird es genügen nur einige Beispiele anzu- 
führen. Eine durch das reine Naturgefühl, das Duftige in der 
Ferne, die zarte Ausführung, sehr ausgezeichnete Rheinansicht befindet 
sich unter N0. 583 im Louvre. Drei Bilder von ähnlichem Charakter, 
deren eins, N0. 279, von 1678 datirt ist, befindet sich im Museum 
zu Amsterdam. Nirgend" kann man ihn so vollständig kennen 
lernen, als in der Gallerie zu Dresden, Welche, unter N0. 1183 
bis 1198, sechszehn Bilder von ihm besitzt, unter denen einige 
zu seinen besten Arbeiten gehören. Die grössten, mir bekannten 
Bilder dieser Art des Meisters sind indess in der Gallerie des 
Grafen Schönborn zu Pommersfelden in der Nähe von Bam- 
berg. Er erscheint aber darin nicht zu seinem Vortheil. Durch- 
aus auf der Höhe der ersten Künstler seiner Zeit zeigt sich Saft- 
leven in seinen, von 1640-1669 ausgeführten, Radirungen, deren 
Burger 
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302,
        

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