Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259701
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1262025
200 
Buch. 
Kapitel. 
einförmiger, in der Blätterung seiner Bäume unbestimmter und 
Wolliger. Nur ausnahmsweise kommt er in der Kraft der Farbe 
seinem berühmten Bruder, Jacob Ruysdael, nahe. S0 in einezn 
trefflichen Bilde in der Gallerie zu München, No. 469, Cabinette. 
 Zwei sehr ansehnliche Bilder, N0. 914 und 95T, deren das 
letzte mit Namen und dem Jahr 1642 bezeichnet ist, befinden sich 
im Museum zu Berlin. "Drei, N0. 1226, 1226 a, 1226 b, von sehr 
ansprechenden Compositionen, deren das erste 1655 datirt ist, in der 
Dresdener Gallerie. 
Aldert, oder richtiger Allart, van Everdingen, ge- 
boren zu Alkmaar 16721, gestorben ebenda 1675, war der Schüler 
des Roelaxldt Savery und Peter Molyn, schliesst sich indess in den 
Bildern, welche eine holländische Natur darstellen, der Auffassungs- 
weise des J. van Goycn an, w-elchem er jedoch in der Kraft des 
Tons, in der Energie des Machwerks, weit überlegen ist. Auf 
einer Seereise nach Norwegen verschlagen, machte er dort eine grosse 
Zahl von Studien nach der Natur, welche er später in Bildern, die 
meist mächtige Felsgebirge mit hohen Tannen im Vorgrunde und 
bald dunkle Wasserflächen, bald gewaltige Wasserfälle darstellen, 
verwerthete. Seine stets sehr wahren Gemälde haben häufig etwas 
sehr Poetisches, die Lüfte sind von ungemeiner Klarheit, die sonstige 
Färbung sehr kräftig, öfter zugleich warm, bisweilen aber auch 
von einem einförmigen und schweren Braun. In der Behandlung 
hat er eine ungemeine Leichtigkeit. Seine Bilder sind indess von 
sehr ungleichem Wcrth. Ein Waldgebirge mit Häusern und einem 
Wasser, in der Sammlung van der Hoop in Amsterdam, gehört 
durch die poetische Auffassung, Wärme und Kraft des Tons, Breite 
der fleissigen Ausführung zu seinen schönsten Bildern.  Eine 
Gegend mit "hohen Felsen, von einem Wasser durchströmt, welches 
eine Mühle treibt, N0. 161 , im Louvre, hat etwas sehr Grossart-igeß, 
und ist von ungemeiner Kraft und Tiefe des, Grüns, sehr warmer 
Beleuchtung und gediegenen: hlachwerk. Nur die Wolken haben 
in der Form etwas Unwahres.  In abendlicher Beleuchtung stürzt 
in einem engen, mit Fichten bewachsenen Felsenthal, ein WüSSGY- 
fall in den Abgrund. Mit dem Namen und 1656 bezeichnet, 
N0. 225, in der Gallerie zu München. Trcfflichioomponirt und 
von breiter, meisterlicher Behandlung.  Eill Bild Voll ähnlichem 
Gegenstande, nur durch die Grösse, 5 F. 5 Z. hoch, 4 F- 9 Z' 
breit, noch imponirender, befindet. sich, No. 852, im Museum zu
        

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