Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259701
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1261957
Epoche von 1600 bis 1690.   
weich. Auch durch die ansehnliche Grösse von etwa 4 F. Höhe, 
6 F. Breite ein Hauptwerk des Meisters.  Drei Reiter und ein 
Diener mit Rebhühneril, im Mittelgrunde eine Wiese mit Vieh, 
ebenda No. 106. Minder anziehend im  Gegenstand, doch von 
gleicher Höhe in der Kunst.  Zehn Kühe mit dem Hirtenknaben 
am Ufer der Maass, worauf mehrere Schiffe. Die ausserordentliche 
Harmonie der kräftigen und warmen Abendbelcuehtung wird hier 
durch die warmen Töne, welche der Künstler denvKühen bis auf 
einer gegeben, zu einer seltnen Höhe gesteigert. In der Eremitage 
zu St. Petersburg.  Eine ähnliche Oomposition mit sechs Kühen 
ebenda steht fast auf derselben Höhe der Kunst.  In der Nähe 
eines klaren XVassers drei liegende und eine stehende Kuh, daneben 
der Hirt und seine Frau. Andere Kühe im Wasser in der Nähe 
der Ruinen eines Schlosses. Im Buckingham Palace. Dieses, 3 F. 
1 Z. hohe, 4 F. 41], Z. breite, Bild zeigt den Meister in jedem Be- 
tracht auf seiner vollen Höhe.  Nicht minder schön und von 
erstaunlicher Kraft der Färbung ist ebenda eine Landschaft von 
einem breiten Fluss durchströmt, wo ein Reiter unter. einem Baum 
mit einem Schäfer im Gespräch istß Von Winterlandschaften ist 
das mir bekannte Ilauptbild in der Sammlung des Herzogs von 
Bedford in London. 2 Auf der gefrorenen Maass sind mehrere 
Fischer auf dem Eise beschäftigt. Die YVirkung eines warmen 
Sonnenlichts auf dem Eise und auf die Fischer ist unvergleichlich. 
Auch die Klarheit und der markige Vortrag sind von erstem Rang. 
Unter den Bildern Cuyps, welche die, mehr oder minder von 
Schiffen belebte, llIaass darstellen, ist unbedingt wohl das bedeu- 
tendste, das 3 F. 10 Z. hohe, 5 F. Glfz Z. breite Bild in der 
Sammlung des Lord Brownlow, mit einer Ansicht der Stadt Dort- 
recht. Von! der allgemeinen Klarheit der morgenliehen Sonnenbe- 
leuchtung, von der Feinheit der Luftperspektive in der Abtünung 
einer Reihe hintereinander liegender Schiffe kann man sich keine 
Vorstellung machen. Nicht minder Bewunderung verdient indess 
die Freiheit und Sicherheit der markigen Behandlung. 3 Wiewohl 
dieses Meisterwerk jetzt schwer zugänglich ist, habe ich es (10011 
nicht mit Stillschweigen übergehen können. Der vorige Besitzer, 
Sir Abraham Hume, hat 3000 Pfund Sterling dafür ausgeschlagen. 
1 s. Treasures zrn. n. s. 20.  2 s. ebenda Th. n." s. 285.  ß S. Kunst- 
werke und Künstler in England Th. II. S. 21. 
Waagen, Handb. d. Malerei. II. 13
        

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