Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259701
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1261195
Epoche von 1! 
1690 
70 bis 
117 
Louvre, 190.477, welches von schwacher Farbe und kleinlicher 
Behandlung ist. 
Juriaen Ovens. Er soll 1620 geboren sein und war 1675 
noch am Leben. Obgleich ein Schüler Rembrandts, bildete ersich 
doch eine eigne Manier aus, und malte mit besonderem Erfolg 
Nachtstüeke. Ein Hauptbild dieseiVArt war seine Verschwörung 
des Claudius Civilis im Ratlihause zu Amsterdam. Er war im 
Jahr 1675 am Hofe des Herzogs von Holstein in Friedrichstadt be- 
schäftigt, und im D0n1 zu Schleswig befinden sich verschiedene 
grössere Bilder von ihm, welche ich indess nicht gesehen habe. 
Er war ein vortrefflicher Portraitmaler. Ein Regentenstück im 
Huyssittenhuys in Amsterdam, von sieben, um einen Tisch ver- 
sammelten, Männern, von etwas mehr, als Naturgrösse, zeichnet 
sich gleich sehr durch die Lebendigkeit der Köpfe, die kräftige 
Farbe, den breiten, markigen Vortrag aus. 
Peter de Grebber. Obwohl dieser Meister alter, als Rem- 
brandt gewesen, da sein, im „Oude Mans Huys" zu Haarlem be- 
findliches, Bild der Apostel, welche Arme speisen und bekleiden, 
mit dem Jahr 1626 bezeichnet ist, so beweist doch ein anderes 
im dortigen Rathhaus vorhandenes, und mit seinem Monogramm 
bezeichnetes Gemälde, Isaak, welcher den blutigen Rock des Jo- 
seph empfängt, dass er sich bestrebt hat, in der Kunstweise des 
Rembrandt zu arbeiten.  ist von sehr phlegmatischem Gefühl, 
nähert sich aber in der Klarheit der Farbe den früheren Bildern 
Rembrandts, und ist in der Ausführung fleissig. Auch ein vnn 
ihm geätztes Blatt, Christus mit der Samariter-in am Brunnen, zeigt 
die Nachahmung. des Rembrandt. 
G. Horst. Dieser sonst ganz unbekannte Maler zeigt sich in 
zwei, in der Gallerie zu Berlin befindlichen, Bildern als ein recht 
geschickter Nachfolger der NVeise des Rembrandt. Die!" Sphäre 
seines Realismus ist indess gemeiner, als die seines Vorbildes, seine 
kräftige Färbung minder klar. Das eine Bild, N0. S24, stellt, in 
reicher Composition, die Enthaltsamkeit des Scipio vor, das andere 
N0. 814, in landschaftlicher Auffassung, einige Hirten mit Schaafen. 
Beide tragen den Namen des Meisters. 
Pietef Vefelsta geboren 1614, folgte in seinen Bildnissen, 
wie das einer alten Frau, vom Jahr.1648, im Museum zu Berlin, 
N0. 830, beweist, entschieden dem Rembrandt. Die Auffassung 
ist sehr wahr, die Ausführung geht ungleich mehr in das Einzelne,
        

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