Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1255893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1256979
DRYFTÄES 
BUCH. 
Der 
Germanische 
StyL 
Zweite Epoche von 1420. 
4530. 
Vollständige Ausbildung des germanischen Kunstnaturells 
Geiste des Mittelalters. 
im 
Erstes 
Kapitel. 
Die 
Brüder 
Vflll 
Eyck. 
Die Niederländer, welche sich schon in den vorigen Epochen 
in der Malerei so sehr ausgezeichnet hatten, waren auch die ersten, 
welche in dieser Kunst die Eigenthümlichkeit des germanischen 
Kunstnaturells zur vollständigen Ausbildung brachten. Diese Eigen- 
thiimlichkeit besteht nun in dem Bestreben, den geistigen Gehalt 
ihrer Aufgaben, von deren Bedeutung sie auf das Innigste durch- 
drungen waren, vermittelst Formen, welche sie aus ihrer wirklichen 
Umgebung nahmen, mit der grössten Deutlichkeit und Treue in 
Form, Farbe, Perspektive, Beleuchtung, u. s. w. auszudrücken, 
und zugleich die jedesmalige Räumlichkeit mit allen Gegenstän- 
den der Natur, oder der Menschenhand, bis zu den kleinsten 
Einzeltheiten wiederzugeben. Die hohe Bedeutung dieses, auf 
solche Weise zur grössten Ausbildung gelangten Realismus in der 
Malerei, welche bisher nie gehörig anerkannt worden ist, be- 
steht nun vornehmlich in Folgendem. Im Bereich der christlichen 
Kunstgeschichte gewährt uns dieser Realismus die Durchdringung 
des germanischen Kunstnatilrells und der eigenthümlichen Art der 
germanischen Begeisterung für das Christenthum, auf der vollen
        

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