Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1255893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1259263
296 
Buch. 
Kapitel. 
bekannt, welcher dieses mit so gutem Erfolg gethan. Seine Figuren 
sind  mannig- 
faltiäidixld natürlichhdie Zeichnung von Menschen  Pferden sehr 
 dieFormen von einer gewissen Eleganz. Der Ausdruck 
der Köpfe, z. B. derlerzyreiflung  dein  der Mauren, 
ist ggchend, ohne in das Ufibeiitruiebene"anszuarten, die Cha- 
raktei-istik__der .OfßziereuhundmdeiäijGeineinc-in, sehr. glücklich. Ueber 
die ursprüngliche Färbuungiklii-sst der jetzige, verbliebene Zustand 
kein sicheres Urtheil mehr zu, indess scheint sie harmonisch gewe- 
sen "zu sein. Auf anderen Cartons sollen sich, nach der Mitthei- 
lung des Director's Engert, die Bildnisse des Kaisers und der aus- 
gezeichnetsten seiner Begleiter befinden. Auch die sämmtlichen, 
nach diesen Cartons gewebten Teppiche sind noch in Schönbrunn 
befindlich, leiden indess "ebenfallsärfßtufgerolltem Zustande." Auch 
über die anderen Arbeiten dieses Künstlers, welcher wegen seiner 
schönen, stattlichen Gestalt in Spanien, el Mayo, wegen seines er- 
staunlich langen Barts auch Juan de Barbalonga genannt wurde, 
hat ein besonderer Unstern gewaltet. Seine in der Kathedrale von 
Brüssel befindlichen Bilder wurden von den Bilderstürmern zerstört, 
verschiedene, als schön gerühmte Landschaften im Palast del Pardo 
in Madrid gingen bei dem Brande dieses Palastes im Jahr 1608 
zu Grunde. Er soll auch ein sehr geschickter Portraitmaler ge- 
wesen sein. 
Maßen van Yeueün, nach seinem Geburtsort genannt lllarten 
Hggsjjggijäigagebnoren 1493, gestorben 1575; war ein Schüler des 
Schoß-EI und überkam schon von divesenidlüdie italienische Kunst- 
weise, bildete sie aber vollends in Rom durch das Studium der 
 desMichelangelojiiflibchstdxvidriger Weise aus. Seine- 
sehazahlreiclien Bilder "fandenin Holland zu seiner Zeit so vielen 
Beifall, dass "eine sehr ansehnliche Zahl von Kupferstichen danach 
ausgeführt worden sind. Sie sind aber jetzt me liollen. Für 
seine Behandlung kirchlicher Gegenstände sind einige Bilde1' auf 
dem Rathhause zu Delft und Haarlem charakteristisch. In erste- 
rem befindet sich ein bezeichneter, vom 1557 datirter Fliigelaltar, 
in dessen Mitte, grairin grau, die Errichtung der ehernenmllange, 
und ein "aiiiiei-er vom Jahr 1559, indessen Mitte der EÖEBhQmQ. 
Auf einem Bilde am zweiten Ort hat er sich selber als St. Lucas, 
der die Maria malt, vorgestellt. Ist schon dieses Bild höchst hart 
und manierirt, so ist vollends ein Martyrium von zwei Heiligen, vom
        

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