Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1255893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1257234
Epoche von 1420 bis 1530. 
93 
Johannes des Täufers, und die Messe und Predigt in einer Kirche, 
aus. Andere Bilder, welche eine etwas minder gute Hand zeigen, 
sind vielleicht von der Margaretha. van Eyck ausgeführt. 
Zweites 
Kapitel. 
Die 
der 
Schule 
des 
Ende 
gegen 
Brüder van Eyck bis 
15. Jahrhunderts. 
Der Einfluss dieser, zu so grosser Vollendung ausgebildeten, 
realistischen Kunstweise, so wie dieser neuen und vortrefflichen Art 
von Oelmalerei, erstreckte sich auf alle Länder Europais, wo die 
Malerei mit einigem Erfolg ausgeübt wurde. Natürlich war dieses 
am meisten mit den Niederlanden und zunächst mit Deutschland der 
Fall. Aber auch in Frankreich, England, Italien, Spanien und Por- 
tugal lässt sich dieser Einiiuss nachweisen. Wir können hier indess 
nur die beiden ersten Länder in nähere Betrachtung ziehen. 
Unter den Schülern und Nachfolgern der van Eyck in den 
Niederlanden, von denen Kunde zu uns gelangt ist, befinden sich 
einige von höchst ausgezeichneter Begabung, keiner reicht indess an 
die Grösse von Hubert und Jan van Eyck heran. Obgleich die 
Anzahl der von denselben noch in den verschiedenen Ländern Euro- 
pafs vorhandenen Bilder ziemlich ansehnlich ist, sind diese doch, im 
Vergleich zu dem einst vorhandenen Reichthum, nur als kärgliche 
Ueberreste zu betrachten. Noch ungleich spärlicher aber sind die 
Nachrichten, welche wir über die Lebenszeit, wie über die Lebens- 
Verhältnisse dieser Meister besitzen, wiewohl sie in den letzten zehn 
Jahren durch archivalische Blorschungen um einige Zeitbestimmungen 
und Thatsachen vermehrt worden sind. 1 
Die folgenden drei Maler sind als Mitschüler des Jan van Eyck 
bei seinem Bruder Hubert zu betrachten. 
Pieter Ohristophsen, 2 das heisst, der Sohn des Christoph, muss, 
TBesonders haben sich hier der Graf Leon de Laborde in Paris, der Archivar 
Wauters in Brüssel, der Abbe Carton in Brügge hervorgethan. Aber auch viele 
andere Männer in Belgien, deren Namen man in der Einleitung des, in Betreff der 
hiSwPiSChen Nachrichten, musterhaften Catalogs des Museums von Antwerpen Vßm" 
Jahr 1857 S. 11 f. ündet, haben sich in dieser Beziehung Verdienste erworben.  
2 S9 genannt nach der Aufschrift Petrus XPR. auf zwei Bildern. Von Vasßri in 
PielTo Crista verstümmelt, in den Acten des Domkapitels von Cambray (Graf La- 
borde im angetIWerk Introduction S. CXXV f.) Petrus Cristus von Brügge genannt-
        

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