Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen
Person:
Waagen, Gustav Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1255893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1256131
Vorrede. 
VII 
gabe nach Stockwerk, Schule und Zimmer, bei jedem einzelnen 
Bild zu umständlich, bei der zweiten aber weder ein gedruckter 
Katalog vorhanden ist, noch die Bilder endgültige Nummern haben, 
davondAbstand genommen. Privatsammlungen habe ich vornehmlich 
berücksichtigt, wenn sie leicht zugänglich und die Bilder darin be- 
sonders wichtig sind. Die vornehmsten dieser auf dem Kontinent 
sind die Gallerien Liechtenstein, Esterhazy, Czernin und Sehönborn 
in Wien, die Sammlung des Grafen Schönborn in Pommersfelden 
bei Bamberg, die Sammlung Suerrnondt in Aachen, die Sammlung 
Aremberg in Brüssel, die Sammlung Six van Hillegom in Amsterdam, 
die bedeutendsten in England, die der Königin in Buckingham- 
Palace und in NVindsorcastle, des Grafen Ellesmere, des Lord 
Ashburton, wie der Herrn Thomas Baring und R. S. Holford. Andere 
Sammlungen habe ich nur bei höchst wichtigen und seltnen Bildern 
angeführt. 
Obwohl nun dieses ein Handbuch der Malerei, ist es mir 
doch als unerlässlich erschienen, bei solchen Malern, welche Kupfer- 
stiche, Holzschnitte oder Radirungen nach ihren eignen Er- 
findungen ausgeüihrt, oder auch nur Zeichnungen für den 
Holzschnitt gemacht haben, kürzlich davon zu handeln. Von ver- 
schiedenen der grössten Maler, wie z. B. von Martin Schongauer 
kann man nämlich, bei der ungemeinen Seltenheit ihrer Bilder, 
ihre ausserordentliche Erlindnngskraft undgihre hohe Bedeutung fast 
nur aus ihren Knpferstichen und Radirungeiykennen lernen. Andere, 
denen es an Farbensinn fehlte, z. B. Herman Swanevelt, erscheinen 
in ihren Radirungen ungleich mehr zu ihrem Vortheil, als in ihren 
Gemälden, wieder andere, z. B. Simon de Vlieger, welcher als 
Maler, mit seltnen Ausnahmen, nur Seestücke ausführte, hat seinem 
Talent für die Landschaft beinah nur in seinen Radirungen Aus- 
druck gegeben. Ein anderer Grund, wesshalb ich von diesen ver- 
schiedenen Gattungen der Druckkunst Notiz genommen, besteht 
darin, dass es davon eine grosse Anzahl von Exemplaren giebt, so 
dass recht viele Personen im Stande sind, zu deren Anschauung 
Zu gelangen, worauf es ja doch vor Allem in der bildenden Kunst 
ankommt. Es versteht sich .n_brigens von selbst, dass ich bei den
        

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