Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1249499
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1250662
624 
Sechstes 
Buch. 
Abtheilung. 
Zweiter Abfchnitt. 
und die Hügellandfchaft von 1639 bei Herrn Geh. Commerzienrath Zfchille in 
in Prag. Dresden; dazu undatirte, aber bezeichnete Bilder im Rudolphinum zu Prag, bei 
Camgjidgöv Herrn Werner Dahl in Düffeldorf, im Fitzwilliam Mufeum zu Cambridge und 
in Madrid, (ein intereffantes Reiterfcharmützel) beim Duque de PaPcrana zu Madrid. 1) 
Auch einige Radirungen diefes Meifters find bekanntQ). 
2212315 Als ein dritter fehr ausgezeichneter, leider aber nur durch fehr wenig 
Bilder bekannter Haarlemer Landfchafter diefer Generation ift Cornelzlv Vroom, 
der Sohn des befprochenen Seemalers, zu nennen. Wahrfcheinlich im erflen 
Jahrzehnt des {iebzehnten Jahrhunderts geboren, gehörte er 163 5 fchon längere 
Zeit der Gilde {einer Vaterftadt an, in welcher er 1661 ftarb. Cornelis Vroom 
Pieter 
Molyn  
Reitern. 
Landfchaft mit zwei 
Stockholm , 
Privatbeütz. 
weifs, wie feine xeinfame Stromlandfchaftr von 1630 im Schweriner und feine 
Waldlandfchaft im Berliner Mufeum beweifen, eine feine landfchaftliche Wirkung 
auf der Grundlage einer durchaus naturwahren, kühlen, zarten Gefammtüim- 
mung durch den Gegenfatz kräftig tiefgrünen Baumlaubs zu blauem oder 
grauem Himmel zu erzielen, und hat offenbar einen viel gröfseren und heil- 
I) In der Frage, 0b einige mit einem von demjenigen Molyrfs abweichenden Monogramme, 
welches ebenfowohl P. V. L. als P. M. L. gelefen werden kann, bezeichnete Bilder (z. B. in der 
Dresdener Galerie und im Kölner Mufeum) P. de Molyn zuzufchreiben fmd (wie Rode in v. Zalufs 
jahrbüchern VI 1873 S. I94 annahm) oder von einem anderen, unbekannten Meifler herrühren (wie 
Granberg 1884 in feinem deutfchen Auffatz a. a. O. zuerPc beflimmt ausfprach), hält der Verfaffer die 
letztere Aniicht für richtig. 
2) ßadfrh a. a. O. IV p. 7. 
        

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