Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1249499
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1254540
IOIZ 
Buch. 
Siebentes 
Fünfter Abfchnitt. 
aufserdem z. B. die kaif. Galerie und die Galerien Liechtenflein, Harrach, 
Czernin zu Wien, die Landesgalerie zu Peft, die Schleifsheimer Galerie, die 
neue Pinakothek in München und das Braunfchweiger Mufeum. 
iVon den übrigen Wiener Akademikern des 18. Jahrhunderts können nur 
die bedeutendften kurz erwähnt werden. Hiftorienmaler waren der Hof- 
Dan. Gran. und Kammermaler Daniel Grmz (1694-1757), der 1751 das Rectorat der 
Akademie fehr entfchieden ablehnte, ein Meifter, der viele fchulgerecht angeord- 
nete, flau getönte Decken- und Altargemälde fchuf, auch in der kaif. Galerie 
zu Wien mit einer vHeiligen Familier und einem vChriftus am Oelberger 
DE1611215133" vertreten ift,  Martin Yoarlzinz Schmidt 1), genannt der [fwznfer Sclzuzzki! 
(geboren zu Grafenwörth bei Krems 1718, geftorben zu Stein bei Krems 1801), 
der tüchtige, vielfeitige, auch als Colorift achtungswerthe Meifter, von deffen 
Hand man z. B. in der Wiener Akademie feine wElHfCiChflÜCkea aKönig Midasa 
und vVenus bei Vulcanx, in der kaif. Galerie eine wKreuzigungx, einen ßTeich 
Bethesdaa und einen ßChriftus mit der Samariterin am Brunnena fieht,  
Majßeägfdhrlzzlozz Franz [llaulperzfclz von Langenargen am Bodenfee (1724-1796), vder 
geniale Schwaber 2), deffen zahlreiche Altarblätter und Gewölbemalereien, wie 
die vbrillanten Freskena in der Piariftenkirche zu Wien, an venezianifchen 
Schwung und Farbenglanz erinnern  eine grau in grau gehaltene Allegorie 
auf das Schickfal der Künfte von feiner Hand befitzt die Wiener Akademie,  
M. Knaller. jlfartizz [Ozoller (geb. in Steinach in Tirol 1725, geft. in Mailand 1804), Paul 
Trogefs Schüler, welcher in Oberitalien, Bayern und Oefterreich zahlreiche 
Fresken, Kirchenbilder und Bildniffe ausführte (fein Bildnifs des Jofeph Roos 
Kagzi2ger_ von 1797 befitzt die kaif. Galerie zu Wien),  und Yzfeplz Kazisizzgzw (1728  
1786), ebenfalls Trogefs Schüler, von deffen Hand {ich Fresken in der Schl0fs- 
kapelle und in der König-Stephans-Kapelle zu Ofen, in der Schlofskapelle zu 
Prefsburg und im Univerfitätsfaale zu Tyrnau erhalten haben.  Eigentliche 
BEgfjfTBildnifsmaler waren: 701mm: Guizfriezi Azwrbaclz von Mühlhaufen (1697  
AuJgrgkh_ I75 3), deffen Bildnifs Kaifer Karl's IV. in der kaif. Galerie zu Wien feinen 
 fchwülftigen Perrückenftil und feine einfache Technik charakteriflrt,  Clzrifiiazz 
553;, Seyäold von Mainz (1703-1768), ein im Anfchlufs an Balth. Denner (flehe unten) 
gebildeter, gefchickter Autodidakt, deffen in Oel oder Paftell forgfältig durch- 
gearbeiteten, kühl getönten, ihrer Zeit fehr beliebten Bildniffen man in Wien 
z. B. in der kaif. Galerie, in der Akademiefammlung und in der Galerie Liechten- 
ftein, in Deutfchland z. B. in den öffentlichen Sammlungen von Dresden, Breslau, 
Stuttgart, Bamberg, Mainz und Nürnberg, vereinzelt aber auch im Auslande, 
wie z. B. im Louvre zu Paris begegnet,  Raphael Mengs' in Wien geborener, 
aber in Rom anfaffrger und geftorbener Schüler und Schwager Anlmz von 
A.v.Maron.Marozz (1733-1808), deffen Bildnifs der Kaiferin Maria Therefia von 1773 in 
der kaif. Galerie zu Wien mit'Recht grofse Anerkennung fand 3),  und der 
G.B.Larnpi. Südtiroler Giov. Battifia Lampi (1751-1830) nebft feinem gleichnamigen Sohne 
(1775-1837), deren weiche, füfsliche Bildniffe fich in Wien wie in St. Peters- 
I) Monographie: Dr. Ant. Mayer: 
2) C. v. Lützow a. a. O. S. 35. 
3) Seine Gattin Thereüa Concordia 
malerin in der Dresdener Galerie kennen. 
Schmidt. 
Martin Joachim 
Der Maler 
Wien 
1379- 
Maron , 
geh 
Mengß, 
lernt 
man 
als 
Pafiell- 
und 
Miniatur-
        

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