Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1249499
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1254369
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Buch. 
Siebentes 
Vierter Abfchnitt. 
Mufeum, in der Arlgsburger, der Schleifsheimer, der Gothaer Galerie, in der 
Galerie Liechtenftein zu Wien und in den Uffizien zu Florenz vertreten.  Sein 
B533; Bruder Fralzs Breydel (1679-1750) folgte einer etwas anderen Richtung. In 
der Dresdener Galerie befinden fich zwei bezeichnete, nicht fonderlich anziehende 
Bildchen feiner Hand, welche Carnevalsfreuden unter römifchen Ruinen dar- 
ilellen.  Ein Schüler Jan Baptift van der Meiren's war der Schlachtenmaler 
 filzfper (Kafpew) Broers (1682-1716), von deffen Hand {ich Bilder im Mufeurn 
Plantijn zu Antwerpen und in der Dresdener Galerie erhalten haben.  Ein 
 Schüler Alexander van Bredaefs war Peter Snyers (1681-1752), von deffen 
Hand das Antwerpener Mufeum eine Berglandfchaft, das Amfterdamer und 
das Braunfchweiger Mufeum fittenbildliche Darüellungen befitzen.  Der be- 
vanKßäilns_ deutendfte lVIeifter diefer Reihe war Karel mm Fzzlelzs, der am 24. November 168 3 
in Antwerpen geboren wurde, aber nach Paris überfiedelte, wo er 1726 in die 
Akademie aufgenommen wurdel) und am 29. Mai 1733 Itarb. Er hatte fich, 
wie feine farbenfrifchen, gut gezeichneten Jägerftücke im Louvre zu Paris, in der 
Ermitage zu St. Petersburg und in der Dresdener Galerie beweifen, feine 
Eigenart mit Gefchick und Erfolg nach Wouwerman gebildet. 
Anänkerh Landfchaften mit Vieh malte Hendrzk Yofef Azztolziffelz (1737-1794), von 
deffen Hand die Galerie Harrach ein fchwaches Bild von 1780, das StädelTche 
Infiitut zu Frankfurt a. M. ein gleichgültiges Bild von 1792 befitzt. Wir nennen 
Omgeähck ihn nur als Lehrer des bekannten Baltlzzzzzzr Pazzwel Oumzegazzell? (1755-1826), 
der uns auch innerhalb diefer Künfllerreihe fchon voll in's 19. Jahrhundert 
Sein Srihherableitet. Er ift der Paul Potter feiner Zeit; und wenn feine Bilder uns 
heute auch etwas hart gemalt erfcheinen, fo mufs man ihm doch das Verdienft 
laffen, {ich die Thierwelt und die Landfchaft, aus denen er feine viel be- 
gehrten Bilder zufammenfetzte, gründlich und mit eigenen Augen angefehen 
zu haben und fie mit meiflerhafter Formenbeherrfchung und liebevollem Natur- 
Seine Bilder. gefühl auf die Fläche gebracht zu haben. Seine Bilder find nichts weniger als 
 felten. Ihrer zwei fleht man im Louvre zu Paris (Fig. 667), ihrer drei im 
Antwerpener, vier im Rotterdamer Mufeum, zwei im Amfterdamer Reichs- 
mufeum, je eins im Städellfchen lnfiitut zu Frankfurt a. M. und im Leipziger 
Mufeum u. f. w.  An das eigentliche 18. Jahrhundert erinnert nichts mehr in 
feiner Auffaffung und in feinem Vortrage. 
{Qijjggjägeig Von PeZer-Yau mm Regenzortmr, einem Sitten- und Landfchaftsmaler, der 
1755 zu Antwerpen geboren wurde und 1830, dafelbft ilarb, alfo ein Zeit- 
genoffe Ommegancks war, aber alterthümlicher wirkt als diefer, befitzt das 
Antwerpener Mufeum eine Berglandfchaft, fleht man zwei Bilder (früher im 
ßPaviljon Welgelegem bei Haarlem) im Amfterdamer Reichsmufeum. 
5213;; gilt; In derfelben Sammlung ficht man auch Bilder der Blumenmaler [Qzsper 
Gi-orlg Fr. Peter Verbrugglzelz d. F". (1664-1730), der z. B. auch 1m Schweriner Mufeum 
Ziefel- vertreten ift, und Georg Frzedriclz Zzkfe! (1756-1809), auf den wir nicht ein- 
gehen können. 
(äflßfgfaflf-lfg Aufserhalb Antwerpens kommen nur noch zwei belgifche Grofsmaler und 
Anrwerpens. ein belgifcher Landfchafter des 18. Jahrhunderts ernftlich in Betracht. 
de l'Art frangais I, 
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