Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerei von der Mitte des sechzehnten bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1249499
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1250124
570 
Sechstes 
Buch. 
Abtheilung. 
Zweiter Abfchnitt, 
isneißleütällliflf worden, auch von den englifchen, zu deren Lieblingen er gehört oder doch 
Amßeifdanh gehört hat. Neben der Münchener Pinakothek und dem neuen Amfterdamer 
in London, Reichsmufeum befltzt die Londoner National-Galerie die meiften und beften 
Bilder feiner Hand; auch im Dulwich-College bei London und in faft allen 
 grofsen englifchen Privatfammlungen, wie in der Bridgewater Gallery, wie bei 
Lord Overftone (jetzt Lindfay), Lord Northbrook, Marquis of Bute, Mr. Holford 
in London und in den öffentlichen Sammlungen zu Edinburg und zu Cambridge, 
fah der Verfaffer vorzügliche, zum Theil mit der Namensinfchrift verfehene 
Bilder des Meifters. Aber f1e fehlen auch in kaum einer anderen der be- 
in Dresden, deutenderen europäifchen Galerien. Auch in der Dresdener ilt Both vorzüglich 
 vertreten; und man kann ihn in Schwerin, Darmftadt, Karlsruhe, Oldenburg fo 
gut kennen lernen wie in Berlin,  in Lyon und Montpellier fo gut wie in 
Paris,  in Kopenhagen fo gut wie in St. Petersburg,  in Antwerpen fo 
seineHaupt_ gut wie im Haag; in Oefterreich hauptfächlich in der Galerie Liechtenftein zu 
rgäzzdigm Wien. Als herrliche Hauptbilder feiner Hand feien die beiden Landfchaften in 
 in 'der Abtheilung Van der Hoop des Amfierdamer Reichsmufeums und die Bilder 
Rihttliiliiiilflzili des Rotterdamer und des Brüffeler Mufeums hervorgehoben. 
Jasiciiiaiiteliis Unter feinen Schülern ift zunächft der Landfchafter PIEYZW-zz (Guilliazn) a? 
HvggygßHzufzlz zu nennen, an den deffen Neffe und Schüler 70,606 de Hmfrlz fich 
wieder eng anfchlofs. XVillem de Heufc-h war (angeblich 1638) zu Utrecht 
geboren, befuchte in feiner Jugend Italien und ftarb nach 1669 in feiner Vater- 
Sei" Sßil- Pcadt. Seiner Auffaffung nach lehnte er fich eng an Jan Both an; doch malte 
er meift in kleinerem Formate, wodurch er zu einer zierlicheren und geleckteren 
Durchführung und zu einer kühleren Gefammtwirkung kam, als fein Meifter. Der 
Seine Bilder Verfaffer kennt an 2 5 mit feiner Namenszeichnung verfehene Bilder, denen {ich 
i" Holland, noch einige unbezeichnete anfchliefsen. Die holländifchen Sammlungen genügen, 
i" llfsäfch" ihn kennen zu lernen. In Deutfchland ift er z. B. in Braunfchweig, Caffel, 
in_ Frankfurt, Gotha, Stuttgart (hier trotz der Bezeichnung xPoelenburgr genannt) 
äileäiäät: vortrefflich vertreten; in Oefterreich fo gut in Peft, wie in Wien; in Frank- 
m, fäfälg, reich, aufser in Paris, in Grenoble; im Norden fowohl in Kopenhagen wie in 
Jfffffjf St. Petersburg.  Sein Neffe, Yrzcoö de Heufclz, welcher 1657 in Utrecht ge- 
boren war und 1701 dafelbft ftarb, fchlofs {ich Anfangs fo eng an ihn an, dafs 
1452x210; er in der römifchen Schilderbent den Beinamen vAfdrukr, Abdruck, empfing l): 
Seine Bilder fpäter wurde er derber in der Zeichnung, kühler und leichter im Ton. Ein 
ijlcfxjif; bezeichnetes, von 1696 datirtes Bildchen feiner Hand befitzt das Braunfchweiger 
in London, Mufeum; ihrer drei fah der Verfaffer beim Marquis of Bute in London; am 
in Wien. reichlichften ift er in Wien vertreten, mit zwei Bildern in der Galerie Liechten- 
ftein, mit zweien von 1698 in der Akademie, mit zweien von 1699 in der 
kaiferlichen Galerie. 
Jan Wils- Von Ymz PVzZs iPc es nicht überliefert, dal's er Schüler Both's gewefen; 
SET; 122i; aber feine beiden bezeichneten Bildchen beim Baron Steengracht im Haag 
tragen die Nachahmung diefes Meiflers fo deutlich an der Stirn, dal's fchon 
John Smith Y) ihn zu deffen Schülern Pcellte, wahrfcheinlich mit Recht. Ein 
Hauäralmz , 
vcatalogueu 
111 (1753) P- 
VI, 1885, P- 
362. 
22
        

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